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Fußball und Demos: Serie von Großeinsätzen für Polizei

Gewaltbereite Fußballfans, Islamisten und Linksextremisten: Bei einer Reihe von Veranstaltungen könnten viele von ihnen durch Hamburg ziehen. Die Polizei bereitet sich auf Großeinsätze vor.
Fans des FC Hansa Rostock
Rostocks-Fans brennen auf der Tribüne Feuerwerkskörper ab. © Marcus Brandt/dpa

Auf die Hamburger Polizei kommt eine Serie von kräftezehrenden Großeinsätzen zu. Den Auftakt macht das Zweitliga-Fußballspiel zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock. Die Begegnung am Freitagabend (18.30 Uhr) gilt wegen möglicher Ausschreitungen von Fans als Hochrisikospiel. Die Anhängerschaften der beiden Vereine sind seit Jahren verfeindet. Bei vielen Spielen kam es zu massiven Ausschreitungen.

Islamisten gehen auf die Straße

Für Samstag (16.00-17.30 Uhr) ruft die islamistische Szene zu einer Demonstration am Steindamm in St. Georg auf. Der Anmelder erwartet laut Polizei 500 bis 1000 Teilnehmer. Er steht nach Informationen des Verfassungsschutzes der Gruppierung Muslim Interaktiv nahe. Diese gilt als gesichert extremistische Bestrebung. Muslim Interaktiv hatte bereits Ende Oktober vergangenen Jahres trotz Verbots eine Demonstration in St. Georg organisiert. Im Februar 2023 mobilisierte die Gruppierung 3500 Menschen zu einer Kundgebung gegen eine Koranverbrennung in Schweden.

Linksextremisten mobilisieren zum 1. Mai

Für den 1. Mai hat die linksextremistische Szene drei Demonstrationen angemeldet. In der Vergangenheit kam es dabei häufig zu Ausschreitungen im Schanzenviertel. Schon am Abend davor wird von der Szene die Walpurgisnacht gefeiert. Radikale Feministinnen haben zu einer Demonstration aufgerufen.

St.-Pauli-Aufstieg im Volksparkstadion?

Am Freitag nächster Woche findet ein weiteres spannendes, aus polizeilicher Sicht aber auch brisantes Fußballspiel statt. Der FC St. Pauli tritt beim HSV an. Sollte der Kiezclub die Partie im Volksparkstadion gewinnen, könnte er den Aufstieg perfekt machen. Der HSV hat spätestens bei einer Niederlage den Sprung in die Bundesliga endgültig verspielt.

Polizei bekommt Unterstützung aus anderen Bundesländern

«In der Tat erwarten uns beginnend ab Freitag mehrere größere Einsatzlagen», erklärte Polizeisprecher Florian Abbenseth. Die Polizei habe ihre Alarmhundertschaften aufgerufen. Für mehrere der Einsatzlagen komme Unterstützung aus anderen Bundesländern.

Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Thomas Jungfer, sagte: «Die anstehenden Großeinsätze werden zur Folge haben, dass meine Kolleginnen und Kollegen enorm belastet werden durch Anordnung von 12-Stunden-Diensten, dauerhafte Eingriffe in die Dienstzeitregelungen, Anordnung von Mehrarbeit, Dienstzeitverschiebungen und die Streichung von freien Wochenenden.»

Nur kurze Verschnaufpause bis zur Fußball-EM

Danach werde es nur eine kurze Verschnaufpause geben, dann folgten ab 16. Juni die fünf Spiele der Fußball-Europameisterschaft in Hamburg. Für die Polizisten bedeute das Urlaubssperre und Präsenzpflicht. Die Kollegen würden gar nicht mehr aus den Stiefeln kommen, so Jungfer weiter.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nannte den Hafengeburtstag vom 9. bis 12. Mai als weiteres Großereignis. Der Hamburger GdP-Vize Lars Osburg sprach von sehr intensiven Einsatzlagen und einer Mammutaufgabe. Er habe keine Zweifel daran, dass die Hamburger Polizei auch in den kommenden Wochen die Sicherheit in der Stadt gewährleisten werde. «Nichtsdestotrotz schauen wir mit Sorge auf die kommenden Wochen, bedeuten sie doch erneut eine erhebliche Mehrbelastung für unsere Kolleginnen und Kollegen.» Osburg forderte eine Erhöhung der Polizeizulage.

Polizeigewerkschaft: «Ein paar Chaoten fallen immer aus dem Rahmen»

Jungfer warf die Frage auf, warum sogenannte Hochrisikospiele nicht auf einen Sonntagnachmittag gelegt werden. Er bekräftigte die Forderung der Deutschen Polizeigewerkschaft, dass sich die Fußball-Liga an den Polizeieinsatzkosten beteiligen müsse.

Er wünsche sich einen ruhigen Verlauf bei den anstehenden Einsätzen, sagte Jungfer. Der Gewerkschaftschef fügte aber resigniert hinzu: «Leider sieht die Realität hinterher bekanntermaßen wieder anders aus, da es immer ein paar wenige Idioten und Chaoten gibt, die aus dem Rahmen fallen werden.»

© dpa
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