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Verdi und FFF demonstrieren für besseren Nahverkehr

Der Nahverkehr ist ein wesentlicher Baustein der Verkehrswende. Für einen besseren Klimaschutz müssen die Jobs dort attraktiver werden, meint Fridays for Future - und geht mit Verdi auf die Straße.
Warnstreik von Verdi und Klimastreiks von Fridays for Future
Teilnehmer bilden ein Herz neben einem großen Fridays for Future-Logo. © Marcus Brandt/dpa

Die Klimabewegung Fridays for Future und die Gewerkschaft Verdi sind in der Hamburger Innenstadt gemeinsam für mehr Klimaschutz und eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs auf die Straße gegangen. Hunderte Menschen zogen am Freitag vom Gewerkschaftshof am Besenbinderhof zum Rathaus. Die Demonstration war Teil der bundesweiten Kampagne «#WirFahrenZusammen» von Klimabewegung und Gewerkschaft. Wegen eines 48-stündigen Warnstreiks bei Hochbahn und VHH standen währenddessen die Busse und Bahnen in Hamburg den zweiten Tag in Folge still.

Die Verkehrswende sei nur mit einem besseren Nahverkehr zu schaffen, sagte die Hamburger Fridays-for-Future-Sprecherin Annika Rittmann. Um angesichts der demografischen Entwicklung die nötigen Mitarbeiter zu gewinnen, müssten die Jobs attraktiver werden. «Die Mehrheit der Beschäftigten geht in den nächsten zehn Jahren in Rente. Und wenn wir jetzt nichts ändern daran, wie Ausbildungen bezahlt werden, wie die Arbeitsbedingungen sind, dann werden in zehn Jahren ohnehin keine Busse und Bahnen mehr fahren.»

Hamburg investiere mehr in den Nahverkehr als jemals zuvor, betonte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) vor den Demonstranten auf dem Rathausmarkt. Zugleich nahm er den Bund in die Pflicht. «Weil es nicht angehen kann, dass wir mit dem Bund über jeden Cent beim 49-Euro-Ticket feilschen müssen, bei den Regionalisierungsmitteln feilschen müssen.» Der Bund habe eine Finanzierungsverantwortung, «damit Länder und Kommunen in die Lage versetzt werden, den Nahverkehrsausbau zu finanzieren.» Die bisherigen Mittel reichten dafür nicht aus.

Hintergrund des neuerlichen Warnstreiks, der noch bis 3.00 Uhr am Samstagmorgen dauern sollte, sind die Tarifverhandlungen für die rund 8000 Beschäftigten bei der Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH). Dabei geht es vor allem um bessere Arbeitsbedingungen und die Entlastung der Beschäftigten. Für beide Verkehrsbetriebe gilt jeweils ein Haustarifvertrag. Neue Verhandlungen sind nach Unternehmensangaben für den 5. März bei VHH und für 7. März bei der Hochbahn angesetzt.

Die Hochbahn kündigte an, den Betrieb nach Streikende sofort wieder aufzunehmen. Jedoch könne es noch bis in den frühen Samstagvormittag noch zu Ausfällen kommen, hieß es.

© dpa
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