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Bau von Suedlink-Konverter in Brunsbüttel beginnt

2028 soll die Stromautobahn Suedlink Strom aus dem Norden Deutschlands in den Süden transportieren. Nach zwei Teilgenehmigungen beginnt nun der Bau eines dafür notwendigen Konverters.
Spatenstich Stromübertragungsprojekt Suedlink
Ein roter Startknopf ist beim offiziellen Spatenstich des Stromübertragungsprojekts "Suedlink“ zu sehen. © Christian Charisius/dpa

Der Fernleitungsbetreiber Tennet hat in Brunsbüttel mit dem Bau eines Konverters für die Stromtrasse Suedlink begonnen. Zunächst werden nun etwa 2300 Betonpfähle für das Fundament in den Boden gerammt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Konverter soll dann gemeinsam mit der Stromautobahn Suedlink 2028 in Betrieb genommen werden.

«Mit dem Bau des SuedLink-Konverters in Brunsbüttel nimmt ein weiterer wesentlicher Baustein für die Infrastruktur der Energiewende Gestalt an», sagte Tennet-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens am Mittwoch. Brusbüttel werde damit zu einer wichtigen Drehscheibe für erneuerbare Energien.

«Seit vergangener Woche liegen der Bundesnetzagentur sämtliche Planfeststellungsunterlagen für die insgesamt rund 700 Trassenkilometer vor und wir sehen bereits den nächsten Starts in weiteren Bauabschnitten entgegen», so Meyerjürgens weiter. Mit den bereits erfolgten Baustarts an der Elbunterquerung und in Baden-Württemberg werde Suedlink Schritt für Schritt von einem Planungs- zu einem Bauprojekt.

«Der Norden produziert ihn, das ganze Land braucht ihn: Wir sind das Land des Windstroms», betonte Umweltstaatssekretär Joschka Knuth. Leitungen wie Suedlink sorgten dafür, dass der Strom auch dort ankomme, wo er benötigt werde. Der Bau sichere zudem gleichzeitig die Energiewende und reduziere langfristig die Mengen abgeregelten Stroms. «Dieses Investment in die Zukunft unserer Energieversorgung ist daher ohne Alternative», so Knuth weiter.

Der Konverter soll laut Tennet den von Wind- und Wasserkraftparks produzierten Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln, um ihn über lange Distanzen verlustarm transportieren zu können. Am Endpunkt im baden-württembergischen Leingarten (Kreis Heilbronn) soll der Strom wieder in Wechselstrom umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist werden.

Die zweite Teilgenehmigung für den Bau des Konverters sei Juli 2023 durch das Landesamt für Umwelt erteilt worden, womit letztendlich auch die Genehmigung für Bau und Betrieb vorlag. Ziel der rund 700 Kilometer langen SuedLink-Trasse ist es Tennet zufolge, Strom aus den Windenergiegebieten in Norddeutschland in den Süden zu transportieren. Der erste Strom soll Ende 2028 fließen. Die Trasse wird von den Unternehmen Tennet und TransnetBW umgesetzt.

© dpa
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