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Warnstreik in Berlin beendet - in Brandenburg geht es weiter

Warnstreiks legen weite Teile des ÖPNV in Brandenburg lahm, während Busse und Bahnen in Berlin wieder rollen. Unterstützung gibt es von Fridays for Future.
Warnstreik von Verdi - Potsdam
Mitarbeiter des Potsdamer Verkehrsbetriebs nehmen am Warnstreik vor der Einfahrt zu ihrem Betriebsbahnhof teil. © Georg Moritz/dpa

In Berlin ist der Nahverkehr am Freitagnachmittag allmählich wieder angerollt, in Brandenburg läuft der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hingegen weiter. Noch bis in die Nacht zu Samstag hinein müssen sich Fahrgäste in zwölf Städten und Gemeinden des Bundeslandes auf weitreichende Einschränkungen im Bus- und Straßenbahnverkehr einstellen. Erst am Samstagmorgen soll der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) überall wieder wie gewohnt laufen, wie die Gewerkschaft mitteilte.

In Berlin endete der Ausstand hingegen bereits am Freitag um 14.00 Uhr. Es dauerte indes noch einige Zeit, bis alles wieder gewohnt regelmäßig unterwegs war. Die Fahrzeuge müssten erst nach und nach aus den Depots gefahren werden, hieß es von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Seit Donnerstagmorgen hatte die Gewerkschaft den ÖPNV in der Hauptstadt bestreikt. Auf den Straßen war es deshalb deutlich voller geworden. Viele Menschen mussten aufs Auto oder das Fahrrad umsteigen. In Brandenburg hatte der Arbeitskampf in den meisten betroffenen Regionen erst am Freitag begonnen. Lediglich in der Ostprignitz war schon am Donnerstag gestreikt worden. Hier lief der Verkehr ebenfalls wieder.

Unterstützung bekam Verdi in beiden Bundesländern von der Klimabewegung Fridays for Future, die für den Freitag bundesweit zum Klimaprotest in zahlreichen Städten aufgerufen hatte. Allein bei einer gemeinsamen Kundgebung im Berliner Invalidenpark versammelten sich der Bewegung zufolge Tausende Menschen. «Es ist eine politische Frage, ob die Menschen, die uns täglich von A nach B bringen, gute Arbeitsbedingungen haben», teilte Sprecherin Liv Manthey am Nachmittag mit. «Und es ist eine politische Frage, ob Mobilität für alle ermöglicht wird - oder nicht.»

In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam demonstrierten Dutzende Menschen für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne in den Verkehrsbetrieben. «Das heute ist die richtige Antwort für das, was die Arbeitgeber von sich geben», sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Potsdamer Landtag. Es sei bereits fünf nach zwölf. So reichten die Pausenzeiten nicht aus, oder es fehle an Toiletten an den Endhaltestellen. Hinzu kämen lange Dienstzeiten von bis zu 13 Stunden, sagten einige der Beschäftigten bei der Veranstaltung.

Wie in anderen Bundesländern verhandelt Verdi auch in Berlin und Brandenburg über neue Tarifverträge für die Beschäftigten des ÖPNV. In Berlin geht es dabei vor allem um bessere Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Verlängerung der Wendezeiten auf allen Linien von vier auf zehn Minuten, Urlaubsgeld und mehr Urlaubstage. Es war bereits der zweite Warnstreik in Berlin im laufenden Tarifstreit. Einen für Freitag geplanten Verhandlungstermin hatte das Unternehmen mit Verweis auf den Arbeitskampf abgesagt. Wann sich die Tarifparteien wieder zu Gesprächen treffen wollen, blieb zunächst offen.

In Brandenburg verhandeln beide Seiten auch über höhere Entgelte. Verdi fordert dort 20 Prozent - mindestens aber 650 Euro - mehr für die Beschäftigten im Nahverkehr. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. In dem Bundesland betrifft der Tarifkonflikt Verdi zufolge 15 kommunale Verkehrsunternehmen mit insgesamt rund 3500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

© dpa
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