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Polizei fordert mehr Überwachungsvideos aus U-Bahnen an

Öffentliche Verkehrsmittel werden in Berlin zu weit mehr als einer Milliarde Fahrten pro Jahr genutzt. Dabei kommt es auch zu vielen Straftaten wie Diebstählen und Gewalttaten. Nur wenige werden durch Videoüberwachung aufgeklärt.
Sicherheit auf U-Bahnhof
Eine Überwachungskamera ist in Berlin in einem U-Bahnhof zu sehen. © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Videobilder aus den Überwachungskameras in Berliner U-Bahnhöfen, U-Bahnen und Bussen wurden in den vergangenen Jahren immer häufiger von der Polizei zur Aufklärung von Straftaten angefordert und ausgewertet. Bis zum 20. Dezember 2023 sei in 8926 Fällen um Videomaterial gebeten worden, antworteten Senat und Polizei auf eine Anfrage der Grünen. Im Jahr 2018 waren es noch 6618 Fälle, dann wurden es jedes Jahr mehr, über rund 7600 Fälle in 2020 bis zu 8211 Fällen im Jahr 2022.

Allerdings führt diese Auswertung von Videos nur zu vergleichsweise wenigen Erfolgen. Im vergangenen Jahr wurden bis Ende September etwas mehr als 200 Verdächtige mit Hilfe der Videofilme identifiziert. In den Jahren zuvor lagen die Zahlen bei 239 und 252 ermittelten mutmaßlichen Tätern. Vor allem Taschendiebe wurden so identifiziert (2023: 125), aber auch mutmaßliche Täter von Körperverletzungen (34) und Raubüberfällen (15).

Auf den 175 U-Bahnhöfen der BVG sind insgesamt 6800 Videokameras installiert. Zudem sind alle U-Bahnen, Busse und Trams mit Videoüberwachung ausgestattet. Bei der S-Bahn sind es zwei Drittel der Züge und viele Bahnhöfe, in denen Kameras laufen.

Zahlen zu der Auswertung von Überwachungsaufnahmen aus den S-Bahnhöfen und S-Bahnen lagen nicht vor, weil dafür die Bundespolizei und das Bundesinnenministerium und nicht der Berliner Senat zuständig sind.

Allerdings legte die Berliner Polizei die Gesamtzahlen zur angezeigten Kriminalität in Regionalzügen, S-Bahnen, U-Bahnen, Bussen, Straßenbahnen und in den jeweiligen Bahnhöfen und an den Haltestellen vor. Danach kamen 2023 bis September rund 11.700 Delikte zusammen. Der große Teil, fast 5000, waren Diebstähle verschiedener Art. Rund 1700 Taten waren Drogendelikte und 1100 Sachbeschädigungen.

Aber etwa 3400 Straftaten waren von Gewalt begleitet, darunter rund 2200 Körperverletzungen, 410 Raubüberfälle, knapp 440 Drohungen und rund 300 Sexualdelikte.

Der Grünen-Innenpolitiker Vasili Franco stellte fest, die Zahl der Gewaltdelikte habe im Vergleich zu früheren Jahren auch vor der Corona-Pandemie spürbar zugenommen. Vor allem in U-Bahnhöfen sei das ein Problem. Zugleich komme es in S-Bahnen zu auffällig viel Sexualdelikten, wohl weil viele Züge in den Randzeiten und am Stadtrand recht leer seien.

Franco betonte, in Bus, Bahn und an der Haltestelle müssten sich alle sicher fühlen können. Videoüberwachung würde aber weder Kriminalität verhindern, noch viele Taten aufklären. «Nicht einmal in zwei Prozent der Fälle führte das angeforderte Videomaterial zur Ermittlung von Tatverdächtigen.» Nötig seien enge Absprachen mit der BVG, Polizeipräsenz an den Hot-Spots und Sensibilisierung und Prävention gegen Diebstähle und sexuelle Übergriffe. «Hier sind auch BVG und vor allem die Deutsche Bahn gefordert.»

© dpa
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