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Mehr Chancen für Brandenburger Bio-Gemüse in Hauptstadt

Der Anbau von Bioprodukten in Brandenburg wächst. Bestimmt sind sie vor allem für die kaufkräftigeren Berliner. Ein neuer Biomarkt-Bericht sieht Entwicklungschancen - doch es gibt Hürden.
Bio-Äpfel
Bio-Äpfel liegen in einem Korb. © Jörg Carstensen/dpa

Brandenburgs Landwirte verkaufen ihre teureren Bio-Produkte vor allem auf dem Berliner Markt - und dort liegen nach Einschätzung von Experten noch große Wachstumschancen. Wie aus dem am Montag in Potsdam vorgestellten Biomarkt-Bericht 2023 hervorgeht, kommen Möhren, Kartoffeln, Äpfel und andere Lebensmittel, die in den Küchen der Brandenburger und Berliner landen, nur zu einem kleinen Teil auch aus der Region. Allerdings spielt der Geldbeutel der Verbraucher in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine Rolle, und die Landwirte bekommen laut Agrarminister Axel Vogel (Grüne) den Preisdruck durch günstigere Importwaren, beispielsweise aus Südeuropa, zu spüren.

Bioprodukte werden vor allem im städtischen Raum konsumiert, wie Vogel sagte. Er verwies auf das geringere Einkommen der Menschen in Brandenburg und anderen ostdeutschen Bundesländern im Vergleich zur Bundeshauptstadt oder Süddeutschland. «Dreiviertel des Marktes findet in Berlin statt», sagte Diana Schaack von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft, die mit für den Biomarkt-Bericht verantwortlich ist.

Ökolandbau hat mit Wachstumshemmnissen zu kämpfen

Zwar ist der Ökolandbau in Brandenburg 2023 gewachsen, doch die Kaufzurückhaltung auch als Folge der Teuerung und des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine könnte die Entwicklung hemmen. Der Verbraucher greife statt zu hochpreisigen Bioprodukten vermehrt zu günstigeren Marken etwa bei den großen Handelsketten, sagte die Sprecherin des Berliner Bio-Großhändlers Terra Naturkost, Elke Röder. Das Unternehmen nimmt Bioprodukte von brandenburgischen Höfen ab.

Auch zu geringe regionale Verarbeitungskapazitäten in Brandenburg und fehlende Fachkräfte machen die Fachleute im Biomarkt-Bericht als Hindernisse für weiteres Wachstum aus. Beim Gemüseanbau seien hohe Investitionen nötig und es fehle an Personal für die Feldarbeit.

Chancen für einen besseren Absatz von brandenburgischen Bio-Produkten sieht Agrarminister Vogel bei der Verpflegung in Kita-Küchen, Mensen und Kantinen. Hier seien regionale und ökologisch erzeugte Lebensmittel gefragt. Bio-Betriebe müssen auf chemische Düngemittel den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten und höhere Tierwohl-Standards erfüllen.

Größte ökologisch bewirtschaftete Fläche liegt in der Uckermark

Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche stieg im Jahr 2023 in Brandenburg auf 17,3 Prozent (2022: 16,6 Prozent) - da sind 228.000 Hektar. Es gab mit 1632 Bio-Betrieben etwa 40 mehr als noch ein Jahr zuvor. Die größte ökologisch bewirtschaftete Fläche weist laut Marktbericht der Kreis Uckermark mit 34.300 Hektar auf. Am wichtigsten auch im Ökolandbau ist Getreide, hier vor allem der Roggen. Groß ist laut Bericht auch der Anteil von Bio-Sonnenblumen. Gemüse wie Möhren, Rote Beete, Zwiebeln, Erbsen und Bohnen sind dagegen wenig in Brandenburg vertreten.

© dpa
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