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Imkerei-Boom vorbei - Verband will Zucht stärken

Vor einigen Jahren erlebten die Berliner Imker starke Zuwächse. Das ist vorbei, laut Verband aber auch «in Ordnung». Ein Schwerpunkt liegt nun auf der Zucht von Bienen, die sich gegen Milben wehren.
Varroamilben im Bienenstock
Honigbienen sitzen auf einer aus einem Bienenstock herausgeschnittenen Wabe mit Drohnenbrut. © Wolfgang Kumm/dpa/Symbolbild

Seit einigen Wochen sind Berliner Bienen wieder aktiv, eine wachsende Konkurrenz durch deutlich mehr Völker haben sie aber voraussichtlich in dieser Saison nicht zu befürchten. Der große Imkerei-Boom in der Stadt lässt laut Berliner Imker-Verband nach. «Das Thema hat an Schwung verloren in Berlin. Wir haben eine Stagnation», sagte die Vorsitzende Melanie von Orlow der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Mitgliederzahl.

Derzeit sind demnach im Verband 1411 Imker mit rund 8500 Völkern organisiert. Das entspricht etwa auch den Zahlen von 2022. Einige Jahre zuvor hatte die Imkerei in der Stadt einen rasanten Aufwärtstrend erlebt, es wurden zum Teil jährlich zweistellige Zuwachsraten erreicht. Anfang 2008 gab es nur 485 organisierte Imker in der Stadt, die Zahl hat sich seitdem etwa verdreifacht.

Dass die Imkerei nun nicht mehr so stark im Trend liege, sei in Ordnung, sagte von Orlow. «Es ist ja auch ein aufwendiges Hobby, das muss man sich gut überlegen. Es ist besser, wenn es weniger Leute ernsthaft betreiben als viele, die dann vielleicht nach einem Jahr wieder alles hinschmeißen», sagte die Vorsitzende. Einige Vereine bieten demnach gar keine Anfängerkurse mehr an, weil die Nachfrage nicht mehr so groß ist.

Außerdem könnten sich bei einer hohen Dichte an Bienenvölkern Krankheiten schneller ausbreiten. «Wir hatten hier im vergangenen Jahr ein sehr lebhaftes Faulbrut-Geschehen in Berlin. Immer wieder gab es Ausbrüche», berichtete die Expertin.

Der Verband arbeite unterdessen weiter an der Qualifizierung der Imkerschaft. Ein Schwerpunkt liege auf der Zucht von Völkern, die resistent gegen Varroa-Milben seien. «Ziel ist es, dass dadurch eine behandlungsarme oder auch behandlungsfreie Imkerei möglich wird», so von Orlow. Varroa-Milben seien eine der größten Gefahren für Bienenvölker, so die Biologin. Völker, die von den Milben befallen seien, hätten deutlich schlechtere Chancen, den Winter zu überstehen als gesunde Völker. Zahlen zu Verlusten lägen aber nicht vor, so von Orlow, da keine Meldepflicht für den Milbenbefall bestehe.

Die Berliner machen mit ihren Zuchtversuchen keinen Alleingang: Verschiedene Europäische Imkervereine haben es sich gemeinsam zum Ziel gesetzt, bis 2033 flächendeckend varroaresistente Bienenpopulationen zu etablieren und sich im Projekt «Varroaresistenz 2033» zusammengeschlossen.

© dpa
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