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Zuzahlungen für Pflege im Heim steigen weiter an

Ein Platz im Pflegeheim ist teuer. Und pünktlich zum neuen Jahr wird klar: Die Preisentwicklung kennt weiter nur eine Richtung.
Pflege
Eine Pflegefachkraft zieht einem Klienten einen Kompressionsstrumpf an. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Erneut sind die Eigenanteile für Bewohnerinnen und Bewohner in Bayerns Pflegeheimen gestiegen. Zum 1. Januar waren im ersten Jahr im Heim im Freistaat im Schnitt 2478 Euro pro Monat fällig und damit 30 Euro mehr als Mitte 2023, wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen ergab. Der Anstieg ist damit geringer als zwischen Juli 2023 und Juli 2022 - damals waren die Kosten im Schnitt um 266 Euro angestiegen. Bayern liegt damit aber noch immer deutlich unter dem Bundesschnitt von 2576 Euro pro Monat.

Die Entlastungszuschläge, die mit längerem Heimaufenthalt steigen, waren zum 1. Januar gerade erhöht worden. Mit dem höchsten Zuschlag ab dem vierten Jahr im Heim stieg die eigene Zuzahlung nun im Schnitt auf 1594 Euro im Monat. Das waren 11 Euro mehr als am 1. Januar 2023, wie die der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Daten zeigen. Bundesweit liegt die Eigenbeteiligung ab dem vierten Jahr mit 1750 Euro deutlich über dem Wert im Freistaat.

In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt - anders als die Krankenversicherung - nur einen Teil der Kosten. Für Heimbewohner kommen dann noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen in den Einrichtungen hinzu. Seit 2022 gibt es neben den Zahlungen der Pflegekasse besondere Entlastungszuschläge, die mit einer Reform der Ampel-Koalition gerade zum 1. Januar erhöht wurden. Der Eigenanteil für die reine Pflege wird so im ersten Jahr im Heim um 15 statt 5 Prozent gedrückt, im zweiten um 30 statt 25 Prozent, im dritten um 50 statt 45 Prozent und ab dem vierten Jahr um 75 statt 70 Prozent.

Die Chefin des Ersatzkassenverbands, Ulrike Elsner, sagte: «Die Heimplätze sind für die Pflegebedürftigen erneut teurer geworden.» Die höheren Zuschüsse der Pflegekassen kompensierten den Anstieg nur zum Teil. Würden die Länder ihr Bekenntnis einhalten und Investitionskosten der Heime übernehmen, würden Pflegebedürftige um aktuell 485 Euro monatlich entlastet. Der Verband erwartet für die Entlastungszuschläge eine Summe von etwa 5,5 Milliarden Euro 2024.

«Der vom Bundesgesundheitsminister hochgelobte Entlastungsplan für die Pflegebedürftigen geht nicht auf. Der Fallschirm ist viel zu klein, um den harten finanziellen Aufprall zu verhindern», kritisierte der Vositzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Wieder einmal würden die Betroffenen zur Kasse gebeten. Gerade Bayern sei jetzt gefordert, seit Jahren würden die Investitionskosten nicht übernommen. «Um endlich besonders für die junge und mittlere Generation Planungssicherheit zu bieten, muss die Pflegeversicherung zur Teilkasko-Versicherung mit einer festen Eigenbeteiligung umgebaut werden.»

Ausgewertet wurden den Angaben zufolge Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen mit Heimen in allen Bundesländern. Die Daten beziehen sich auf Bewohner mit den Pflegegraden 2 bis 5.

© dpa
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