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Eigenanteile für Heimplätze im Saarland gestiegen

Die Eigenanteile für die Pflege im Heim steigen auch im Saarland weiter an. Bundesweit sind diese im Bundesland damit am höchsten - trotz gestiegener staatlicher Zuschläge. Verbände sehen auch bei der Landesregierung Handlungsbedarf.
Pflegeheim
Ein Betreuer geht in einem Pflegeheim mit einer Bewohnerin über den Flur. © Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

Die Eigenanteile von Pflegeheimbewohnern im Saarland sind innerhalb eines Jahres erneut gestiegen. Zum 1. Januar dieses Jahres lag der selbst zu zahlende Betrag im ersten Jahr im Heim bei durchschnittlich 2981 Euro pro Monat und damit um 199 Euro höher als ein Jahr zuvor, wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) ergab. 

Im bundesweiten Schnitt waren 2576 Euro pro Monat aus eigener Tasche fällig - 165 Euro mehr als Anfang 2023. Wie der Sozialverband VdK am Donnerstag mitteilte, war das Saarland damit erneut das Bundesland mit den höchsten Kosten, die pflegebedürftige Heimbewohner aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Gestiegene Zuschüsse der Pflegekassen bremsen den Anstieg demnach nur zum Teil. Die Entlastungszuschläge, die mit längerem Heimaufenthalt steigen, waren zum 1. Januar 2024 erhöht worden. Im ersten Jahr gibt es nun einen Zuschuss von 15 statt 5 Prozent. Der mit 75 Prozent höchste Zuschlag wird ab dem vierten Jahr im Heim gezahlt, dann ist im Schnitt eine Eigenbeteiligung von 2040 Euro fällig. Das sind 98 Euro mehr als zum 1. Januar 2023, wie die der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden neuen Daten zeigen. 

Laut der Auswertung müsste ohne die Zuschüsse ein Eigenanteil von 3216 Euro gezahlt werden, 369 Euro mehr als zum 1. Januar 2023. Dabei stiegen vor allem die Kosten für die reine Pflege (plus 275 Euro). Grund hierfür sind auch höhere Personalkosten für dringend gesuchte Pflegekräfte.

Der Sozialverband VdK forderte am Donnerstag eine Reform der Pflegeversicherung, bei der Heimbewohner nur noch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung bezahlen müssen. «Pflege macht arm. Mehr als die Hälfte der Bewohner muss Hilfe zur Pflege beantragen und wird dadurch zu Taschengeldempfängern», sagte VdK-Landesgeschäftsführer Peter Springborn.

Der vdek sieht Handlungsbedarf auch bei der saarländischen Landesregierung. «Würden die Bundesländer ihr politisches Versprechen endlich halten und die Investitionskosten übernehmen, würden alleine hierdurch die Pflegebedürftigen um aktuell 517 Euro monatlich entlastet», sagte Martin Schneider, Leiter der vdek-Landesvertretung Saarland

Ausgewertet wurden den Angaben des vdek zufolge Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen mit Heimen in allen Bundesländern. Die Daten beziehen sich auf Bewohnerinnen und Bewohner mit den Pflegegraden 2 bis 5.

© dpa
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