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Neustart für Münchner Lach- und Schießgesellschaft

Ärger, Insolvenz, neue Leitung: Hinter der Münchner Lach- und Schießgesellschaft liegt eine turbulente Zeit. An diesem Sonntag will die berühmte Kabarett-Bühne den Neustart wagen - allerdings noch im Exil.
Lach- und Schießgesellschaft
Das Ensemble der Lach- und Schießgesellschaft auf einem undatierten Handout der Kabarettbühne. © Florian Heine/Lach- und Schießgesellschaft/dpa

Der neue Geschäftsführer der Münchner Lach- und Schießgesellschaft findet die Unterscheidung zwischen Comedy und Kabarett unnötig. «Ich beteilige mich an der Diskussion Comedy vs. Kabarett schon seit vielen Jahren nicht mehr», sagte Christian Schultz der Deutschen Presse-Agentur in München.

«Darf ein Kabarettist keinen simplen Gag machen, wenn's passt und der Comedian keinen politischen Witz? Wie hat schon unser Gründer Dieter Hildebrandt ganz richtig gesagt: Die Kabarettisten machen es wegen des Geldes und die Comedians wegen dem Geld. Dem habe ich nach 25 Jahren in der Branche nichts hinzuzufügen.»

Die traditionsreiche Bühne hat nach internem Ärger und einer Insolvenz turbulente Zeiten hinter sich und wagt an diesem Wochenende den Neustart. Am Sonntag präsentiert das Ensemble der Lach- und Schießgesellschaft mit «Abgespeckt» das erste Programm unter der neuen Leitung.

Darin setzen sich die Kabarettisten Sebastian Fritz, Christl Sittenauer und Frank Klötgen in einem Wellness-Hotel in den Alpen mit Themen wie dem ökologischen Fußabdruck und Shitstorms auseinander, wie es in der Ankündigung des Programmes unter der Regie von Sven Kemmler heißt.

«Es signalisiert den Aufbruch», sagte Schultz über das neue Programm. Das Ensemble sei «der Kristallisationspunkt des Hauses von Beginn an».

Eigentlich hatte die Premiere schon am 13. Januar stattfinden sollen, wegen einer Erkrankung im Ensemble musste sie aber verschoben werden. Und der Neustart findet auch nicht im Stammhaus statt, sondern gewissermaßen noch im Exil. Weil die Bühne in Schwabing noch renoviert wird, feiert das Programm seine Premiere im Silbersaal des Deutschen Theaters.

Es seien komplizierte Zeiten für Satire. «Der jetzige Dauerstreit und der Mangel an politischer Kultur und Auseinandersetzung sind dafür definitiv kein guter Nährboden», sagte Schultz. «Ich wünsche mir sicher weder Helmut Kohl noch Angela Merkel zurück, aber an Persönlichkeiten mit Profil kann sich der Kabarettist eben auch besser abarbeiten als am Dauerstreit zwischen Politikern, deren Profil den Menschen nicht so ganz klar ist.»

© dpa
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