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Lauterbach kritisiert DFB für Ausrüsterwechsel

Nach Vizekanzler Robert Habeck hat auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach den Ausrüsterwechsel beim DFB kritisiert. Weitere Politiker melden sich zu Wort.
Zweiter Bewegungsgipfel in Berlin
Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit, schießt einen Fußball auf eine Torwand. © Bernd von Jutrczenka/dpa

Der angekündigte Ausrüsterwechsel beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) von Adidas zu Nike lässt auch deutsche Spitzenpolitiker nicht kalt. Nach Wirtschaftsminister und Vize-Kanzler Robert Habeck (Grüne) hat auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach die Entscheidung kritisiert. «Adidas soll nicht mehr Nationaltrikot im Fußball sein? Statt dessen ein US Unternehmen? Halte ich für eine Fehlentscheidung, wo Kommerz eine Tradition und ein Stück Heimat vernichtet...», schrieb der SPD-Politiker auf X, dem früheren Twitter. Die CSU-Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär bezeichnete es ebenfalls auf X als «eine gnadenlose Fehlentscheidung». Habeck hatte erklärt: «Ich kann mir das deutsche Trikot ohne die drei Streifen kaum vorstellen. Adidas und Schwarz-Rot-Gold gehörten für mich immer zusammen. Ein Stück deutscher Identität. Da hätte ich mir ein Stück mehr Standortpatriotismus gewünscht.»

Für Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow ist der Ausrüsterwechsel «seltsam». Wenn Adidas oder Puma ein Markenzeichen für deutsche Qualität seien, dann würde er sich freuen, wenn das die Nationalmannschaft auch mit deutscher Qualität nach außen werbend zeige, sagte der Linke-Politiker bei RTL/ntv. «Diese Reduzierung ausschließlich auf Geld und Dollarzeichen geht mir echt auf die Nerven», erklärte Ramelow.

Am Donnerstag hatte der DFB bekannt gegeben, dass ab 2027 der US-Sportartikelhersteller Nike alle deutschen Nationalteams ausrüsten wird. Damit endet dann eine mehr als 70-jährige Partnerschaft mit Adidas. Bei allen vier WM-Titeln und bei allen drei EM-Titeln der Männer sowie bei den beiden WM-Titeln und den acht EM-Trophäen der Frauen war Adidas der Ausrüster. Die Zusammenarbeit mit Nike ist zunächst bis 2034 angelegt. Der US-Sportartikelhersteller Nike soll sich den neuen Ausrüster-Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund nach Informationen des «Handelsblatts» ab 2027 mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr kosten lassen. Das soll aus Branchenkreisen bekannt geworden sein, wie das Blatt berichtet. Damit würde Nike die bisherige Vertragssumme des aktuellen Ausrüsters Adidas bei Weitem übertreffen. Der langjährige Partner Adidas, der noch bis Ende 2026 alle Nationalmannschaften ausrüstet, soll rund 50 Millionen Euro jährlich an den DFB überweisen. Der Verband hatte den neuen Deal am Donnerstag bekannt gegeben, die Vertragssumme aber nicht genannt. Es hieß lediglich, dass Nike «das mit Abstand beste wirtschaftliche Angebot abgegeben» habe.

© dpa
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