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Geringste Zahl an Vögeln seit 20 Jahren beobachtet

Bei einer Mitmach-Aktion von Naturschützern zählen Interessierte die verschiedenen Vögel in ihrem Garten. Das Ergebnis zeigt keine gute Entwicklung.
Stunde der Gartenvögel
Eine Kohlmeise (Parus major) kommt aus einem Nistkasten in einem Garten geflogen. © Patrick Pleul/dpa

Bei der «Stunde der Gartenvögel» haben Interessierte aus dem Freistaat so wenige Vögel gezählt wie noch nie seit dem 20-jährigen Bestehen der Zählaktion. Im Schnitt hätten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 27 Vögel von den unterschiedlichen Zählstellen gemeldet, teilte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) am Donnerstag in Hilpoltstein mit. Das seien pro Zählort im Schnitt fünf Vögel weniger als noch vor 20 Jahren. An der gemeinsamen Mitmach-Aktion von LBV und seinem bundesweiten Partner NABU haben sich in Bayern demnach rund 10.800 Menschen beteiligt.

Viele Vögel gingen derzeit ihrem Brutgeschäft nach und hielten sich gut versteckt, während sie im Nistkasten auf den Eiern säßen oder sich in der Hecke um den Nachwuchs kümmerten, sagte LBV-Biologin Angelika Nelson. «Das ist aber nicht der Hauptgrund für die geringe Zahl. Eine negative Bestandsentwicklung ist nicht mehr von der Hand zu weisen.» Seit Beginn der Aktion hätten Anzahl und Vielfalt der Vögel in Bayerns Gärten von Jahr zu Jahr abgenommen. «Es scheint, dass sich die drastische, wissenschaftlich belegte Abnahme vieler Vogelarten auf Wiesen und Feldern auch bei den Vogelarten in Bayerns Städten und Dörfern fortsetzt.»

Am häufigsten gesichtet wurde von den Menschen im Freistaat demnach der Spatz. Dahinter folgen Amsel und Star. Konstant wie jedes Jahr seit Beginn der Zählaktion sei der Spatz auch in diesem Jahr der am häufigsten gemeldete Gartenvogel, sagte Nelson. «Doch der Schein trügt. Gerade in Großstädten wie München gibt es immer weniger Spatzen, die die Tische in Biergärten und Cafés nach Krümeln absuchen.» Grund sei akute Wohnungsnot. Der Spatz brüte in Nischen und Mauerspalten, die er an glatten Neubaufassaden nicht finde. Zudem bräuchten Spatzen Hecken und Sträucher, in denen sie sich in großen Trupps verstecken können.

Als einen Grund für den Rückgang der beobachteten Vögel sieht der LBV auch einen Trend zu Schottergärten und Mährobotern. Das seien keine insekten- oder vogelfreundlichen Trends, befand Nelson. Wer im eigenen Garten einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten möchte, sollte auf samentragende Wildblumen, Beerensträucher, Hecken und Totholz setzen. «Auch auf dem Balkon in der Stadt lässt sich mit heimischen Wildblumensamen in Töpfen und Blumenkästen ein kleines Vogelparadies schaffen.» Ein strukturreicher Garten ersetze kein Naturschutzgebiet, könne aber ein wichtiger Lebens- und Rückzugsraum für verschiedene Pflanzen und Tiere sein.

© dpa
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