Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

AfD-Politiker Bystron soll Scheinadresse genutzt haben

Ermittlungen wegen Geldwäsche und Bestechlichkeit, ein vorläufiger Wahlkampfstopp - jetzt kommen bei der Nummer zwei der AfD-Europawahlliste, Petr Bystron, noch Vorwürfe wegen seiner Anschrift dazu.
AfD-Bundestagsabgeordneter Bystron
Der Bundestagsabgeordnete Petr Bystron (AfD) spricht. © Carsten Koall/dpa

Nach Durchsuchungen wegen des Verdachts auf Geldwäsche und der Bestechlichkeit gibt es neue Vorwürfe gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Petr Bystron. Nach dpa-Informationen gehen Ermittler dem Verdacht nach, dass die Nummer zwei der Europawahlliste der AfD eine Scheinadresse als Wohnsitz in seinem Wahlkreis im Münchner Norden angegeben haben könnte. Dazu soll auch Geld gezahlt worden sein. Zuerst hatten «Spiegel» und ZDF über die neuen Vorwürfe berichtet. Bystron bestritt auf Nachfrage, dass es sich um eine Scheinwohnung handelt.

Bystron sagte am Dienstag: «Ich habe einen ordnungsgemäßen Mietvertrag, werde jedoch am Einzug gehindert, weil sich der Vormieter weigert, auszuziehen. Sobald die Wohnung gerichtlich geräumt wird, werde ich sie auch beziehen.» Die Vorwürfe bezeichnete er als «Kampagne», die das Ziel habe, «mich und die AfD bei den Wahlen zu beschädigen».

Die Generalstaatsanwaltschaft München, die im Zuge der Ermittlungen gegen Bystron Durchsuchungen von Räumen in Berlin, Bayern und auf Mallorca angeordnet hatte, wollte sich auf Nachfrage wegen des laufenden Verfahrens nicht zu den Vorwürfen äußern. Bezüglich sämtlicher Vorwürfe gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.

Der Bundestag hatte die Immunität von Bystron Mitte Mai aufgehoben, weil die Generalstaatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit und der Geldwäsche gegen ihn ermittelt. Polizisten durchsuchten unter anderem sein Abgeordnetenbüro in Berlin. Bystron selbst bezeichnete das Verfahren als politisch motiviert. Er rechne damit, dass das Verfahren eingestellt werde, «wenn die Wahl vorbei ist».

Bystron und der AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl, Maximilian Krah, sind seit Wochen wegen möglicher Verbindungen zu prorussischen Netzwerken in den Schlagzeilen. Staatsanwaltschaften prüfen laut Medienberichten mögliche Geldzahlungen bei beiden Politikern. Nach der Durchsuchungsaktion verzichtete Bystron vorläufig auf Wahlkampfauftritte für die AfD - unter Verweis auf familiäre Gründe.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Christina und Luca Hänni
People news
«Let's Dance»-Nachwuchs: Baby Hänni ist da
Internationaler Schumann-Wettbewerb
Musik news
Solisten aus China und Malaysia gewinnen Schumann-Wettbewerb
Gordon Ramsay
People news
TV-Koch Ramsay nach schwerem Fahrradunfall: Tragt einen Helm
McDonald's
Internet news & surftipps
KI soll in Zukunft Bestellungen bei McDonald's annehmen
Meta-Logo
Internet news & surftipps
Meta verzögert Start von KI-Software in Europa
Fußball-EM schauen
Das beste netz deutschlands
Fußball im TV: Warum jubeln die Nachbarn früher?
Julian Nagelsmann
Nationalmannschaft
Groß, Sané, Füllkrug, Müller, Can: Nagelsmanns Joker-Ranking
Eine Frau arbeitet am Laptop
Job & geld
So nutzen Sie Vergleichsportale richtig