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21 Schüsse an Ostern: Prozess soll Motiv für Bluttat finden

Am Osterwochenende wird ein 18-Jähriger auf einem Parkplatz erschossen, ein Gleichaltriger wird schwer verletzt. Ein Dreivierteljahr später soll der Prozess Klarheit verschaffen.
Prozess um Schüsse in Asperg
Ein Angeklagter geht in Handschellen und mit einem Aktenordner vor dem Gesicht in den Gerichtssaal. © Bernd Weißbrod/dpa

Der 18-Jährige bricht unter den 21 Schüssen zusammen, auch sein gleichaltriger Bekannter wird auf dem Schotterparkplatz von Asperg bei Ludwigsburg mehrfach getroffen. Kugeln schlagen in Bäume und Autos ein. Ein Dreivierteljahr nach den tödlichen Schüssen erhoffen sich Justiz und Angehörige in den kommenden Wochen mehr Klarheit über die Gründe für die Bluttat vom Osterwochenende.

Zumindest beim kurzen Prozessauftakt gegen die drei mutmaßlichen Täter am Dienstag vor dem Stuttgarter Landgericht mussten sich alle Seiten noch in Geduld üben. Die angeklagten Männer im Alter zwischen 18 und 21 Jahren können sich erst am Dienstag kommender Woche dazu äußern, was damals geschah. Ihnen wird unter anderem Totschlag vorgeworfen. Der Anwalt des mutmaßlichen Schützen hat bereits angekündigt, eine Erklärung abzugeben.

Die beiden Deutschen und der Serbe - zwei von ihnen sind noch Schüler - sollen am frühen Morgen des Karsamstags einen ihrer beiden Gegner erschossen und den anderen lebensgefährlich verletzt haben. Das angeklagte Trio habe sich mit den beiden in der Nacht zum 8. April auf dem Asperger Parkplatz verabredet. «Dabei war allen Beteiligten bewusst, dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommen könnte», sagte der Staatsanwalt zum Prozessauftakt. Einer der Angeklagten habe eine automatische Schusswaffe bei sich gehabt, die beiden anderen hätten das gewusst und gesehen.

Nach einem kurzen Wortgefecht mit den späteren Opfern, die mit Messern bewaffnet gewesen seien, habe einer der Angeklagten mindestens 21 Schüsse abgegeben, sagte der Staatsanwalt weiter. Seine beiden Begleiter sollen den Tod ihrer Gegner in Kauf genommen haben. Der 18-Jährige sei an Kopf und Oberarm getroffen worden und gestorben, der andere wurde zehn Mal am Oberkörper und den Beinen verletzt. Direkt nach den Schüssen sprangen die jungen angeklagten Männer laut Staatsanwaltschaft ins Auto und ergriffen die Flucht.

Vor allem in der 13.000-Einwohner-Gemeinde Asperg wird der Stuttgarter Prozess aufmerksam verfolgt. «Man möchte Gewissheit haben, was damals vorgefallen ist, und man möchte Gerechtigkeit», sagte Bürgermeister Christian Eiberger der Deutschen Presse-Agentur. «In einer beschaulichen Stadt wie Asperg steht solch eine Tat nicht auf der Tagesordnung, das hinterlässt seine Spuren.»

Laut Staatsanwaltschaft ist so gut wie sicher, dass die tödlichen Schüsse auf dem Parkplatz nicht in Zusammenhang mit der Gewaltserie stehen, die seit Monaten die Region um Stuttgart erschüttert. «Die Staatsanwaltschaft Stuttgart geht weiterhin davon aus, dass die Tat in Asperg als solches isoliert von den schweren Gewalttaten und Schussabgaben in der Region Stuttgart zu betrachten sein dürfte», sagte der Sprecher der Anklagebehörde. Höhepunkt dieser blutigen Bandenfehde war bislang der Anschlag mit einer Handgranate auf eine Trauergemeinde in Altbach.

© dpa
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