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Thyssenkrupp rutscht in die roten Zahlen

Die Konjunkturschwäche macht dem Industriekonzern Thyssenkrupp weiter zu schaffen. Im Stahlgeschäft kämpfte Deutschlands größter Stahlkonzern zum Geschäftsjahresstart vor allem mit gesunkenen Preisen.
Miguel Ángel López Borrego
Miguel Ángel López Borrego ist Vorstandsvorsitzender von Thyssenkrupp. © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Industriekonzern Thyssenkrupp bekommt zum Geschäftsjahresauftakt weiter die schwächere Nachfrage und die gesunkenen Preise für Stahl zu spüren. Im ersten Quartal (per Ende Dezember) schrieb das Unternehmen rote Zahlen. Neben dem schwierigen Umfeld waren erneute Wertberichtigungen auf das Stahlgeschäft wegen gestiegener Zinsen mitverantwortlich. Thyssenkrupp senkte die Prognosen für Umsatz und Überschuss, hält an der erwarteten operativen Entwicklung jedoch fest.

Aktie fällt

Die Zahlen kamen am Kapitalmarkt nicht gut an. Die im MDax notierte Aktie fiel am Vormittag um mehr als neun Prozent und führte die Verliererliste an. «Das erste Quartal ist kein Treiber für den Aktienkurs. Umsatz und Auftragseingang waren rückläufig, in erster Linie preisbedingt», kommentierte Analyst Christian Obst von der Baader Bank. Dabei seien die Erwartungen verfehlt worden.

Unterm Strich wies Thyssenkrupp einen Verlust von 314 Millionen Euro aus, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahr hatte hier ein Gewinn von 75 Millionen gestanden. Die Abschreibungen beliefen sich auf rund 200 Millionen Euro. Sinkende Preise und eine geringere Nachfrage im Stahlgeschäft, insbesondere von Autokunden, ließen das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um die Hälfte auf 84 Millionen Euro sinken.

Erste positive Effekte zeigten sich aus dem Effizienzprogramm Apex. Die Maßnahmen stabilisierten das Ergebnis, wie Konzernchef Miguel López erläuterte. Das Programm soll bis 2024/25 bis zu zwei Milliarden zum bereinigten Ebit beitragen und «gegenläufige Markteffekte» abschwächen.

Weniger Umsatz

Auch der Umsatz ging wegen der gesunkenen Nachfrage und der niedrigeren Preise zurück - um neun Prozent auf knapp 8,2 Milliarden Euro, was unter den Erwartungen der Marktexperten lag. Der Auftragseingang war um 13 Prozent rückläufig.

Thyssenkrupp zeigte sich für das Geschäftsjahr 2023/24 sowohl beim Umsatz als auch beim Jahresergebnis pessimistischer. Der Umsatz dürfte in etwa auf Vorjahresniveau liegen, nachdem das Unternehmen bislang von einem leichten Wachstum ausgegangen war. Unter dem Strich dürfte wegen der Abschreibungen im ersten Quartal nur noch ein ausgeglichenes Ergebnis stehen. Hier war man zuletzt von einem niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionengewinn ausgegangen. Im Vorjahr hatte Thyssenkrupp wegen Belastungen im Stahlgeschäft einen Milliardenverlust verzeichnet. Die Prognose für das bereinigte Ebit wurde aufrechterhalten.

«Angesichts der anhaltenden globalen Konjunkturschwäche und geopolitischen Konflikte hat sich Thyssenkrupp im ersten Quartal vergleichsweise robust und im Rahmen unserer Erwartungen entwickelt», kommentierte López die Geschäftsentwicklung insgesamt. «Wir treiben die Transformation von Thyssenkrupp weiter kraftvoll voran.»

© dpa
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