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Douglas will zurück an die Börse

Der stationäre Einzelhandel erlebt schwierige Zeiten, aber die Parfümeriekette vermeldet Rekordumsätze. Douglas will expandieren - und hat weitere große Pläne.
Parfümeriekette Douglas
Douglas hat europaweit 1850 Filialen in 22 Ländern und beschäftigt rund 18.000 Menschen. © Fabian Strauch/dpa

Die Parfümeriekette Douglas strebt eine baldige Rückkehr an die Börse an. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist es denkbar, dass Douglas dies noch im Laufe des Februars offiziell ankündigen wird, um den Prozess in die Wege zu leiten.

Zwischen der Ankündigung («Intention to Float») und der Notierung der Aktien liegen in der Regel etwa vier Wochen. Ein Börsengang wäre also noch vor Ostern möglich. Dem Vernehmen nach sollen neue Aktien im Wert von rund einer Milliarde Euro ausgegeben werden. Der Finanzinvestor Advent und die Gründerfamilie Kreke als Minderheitsaktionärin hatten Douglas 2013 von der Börse genommen, um das Unternehmen neu auszurichten.

«Die Vorbereitungen für einen Börsengang laufen auf Hochtouren. Douglas ist Marktführer, wächst stark und ist sehr profitabel - das sind entscheidende Faktoren für Investoren», heißt es im Umfeld des Unternehmens. Voraussetzung sei jedoch, dass das Marktumfeld sich in den kommenden Wochen nicht deutlich verschlechtere. Geopolitische Unsicherheit, Krisen und militärische Auseinandersetzungen schrecken Investoren traditionell ab.

Analyst: Wenig Börsengänge, kaum Konkurrenz

«Neue Kriegswirren im Zusammenhang mit Russland oder im Nahen Osten wären ungünstig. So etwas verunsichert die Märkte und ist schlecht für einen Börsengang. Das würde das Interesse von Investoren und die Erlöse erheblich schmälern», sagte Volker Bosse, Analyst der Baader Bank.

Insgesamt sieht er gute Chancen für einen Börsengang. «Douglas steht vermutlich besser da als zum Zeitpunkt des Börsenabschieds. Das Unternehmen hat sich gut entwickelt, sein Online-Geschäft ausgebaut und sein Portfolio bereinigt», sagte er. Die Konsumstimmung stehe zwar nicht zum Besten, der Dax sei jedoch in guter Verfassung. «Es gibt zurzeit wenig Börsengänge und damit kaum Konkurrenz», sagte Bosse. Douglas hätte deshalb eine große Aufmerksamkeit sicher.

Wieder schwarze Zahlen

Während der stationäre Einzelhandel vielerorts unter der Kaufzurückhaltung der Verbraucher leidet, lief es für die Parfümeriekette zuletzt außerordentlich gut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 legte Douglas um 12,1 Prozent zu und knackte erstmals die Umsatzmarke von vier Milliarden Euro. Nach einem Vorjahresverlust von 313,8 Millionen Euro erreichte Douglas wieder die Gewinnzone. Unter dem Strich stand ein Nettoergebnis von 16,7 Millionen Euro. Ziel des Konzerns sind fünf Milliarden Euro Umsatz bis 2026.

Douglas hat europaweit 1850 Filialen in 22 Ländern und beschäftigt rund 18.000 Menschen. Die Parfümeriekette, die etwa ein Drittel ihrer Erlöse online erzielt, will expandieren und ihr Filialnetz ausbauen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025/2026 sollen mehr als 200 neue Standorte eröffnet werden, knapp die Hälfte davon dem Unternehmen zufolge in Mittelosteuropa. Außerdem ist geplant, 400 bestehende Filialen umzubauen und zu modernisieren.

Während der Corona-Pandemie im Jahr 2021 hatte Douglas europaweit Hunderte Geschäfte geschlossen. Begründet wurde dies unter anderem mit der Verlagerung der Umsätze ins Internet. In Deutschland machten damals rund 60 der mehr als 430 Parfümerie-Standorte dicht. Bereits 2015 war eine geplante Rückkehr an die Börse abgeblasen worden. Damals übernahm der Finanzinvestor CVC Capital Partners die Mehrheit.

© dpa
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