Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Dauer der Asylverfahren gesunken

Asylsuchende müssen nicht mehr ganz so lange warten, bis ihr Antrag entschieden ist. Auch Asyl-Gerichtsverfahren gehen etwas schneller. Es gibt aber riesige Unterschiede zwischen den Bundesländern.
Asyl
Asylverfahren in Deutschland dauerten 2023 durchschnittlich 6,8 Monat. Im Jahr zuvor waren es noch 7,6 Monate. © Uli Deck/dpa

Die Dauer der Asylverfahren in Deutschland ist im vergangenen Jahr trotz steigender Antragszahlen gesunken. Das behördliche Verfahren dauerte 2023 durchschnittlich 6,8 Monate, im Jahr zuvor es noch 7,6 Monate, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Bundestagsabgeordneten Clara Bünger (Linke) hervorgeht, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Sonntag) berichtet. 

Auch die Dauer der Gerichtsverfahren bei Klagen gegen einen Asylbescheid sei 2023 deutlich um gut fünf Monate gesunken, heißt es in der Antwort, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Allerdings dauern die Verfahren mit durchschnittlich 20,7 Monaten (2022: 26 Monate) nach wie vor sehr lang. Die Dauer unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland stark. In Rheinland-Pfalz beträgt sie fünf Monate und im Saarland 8,9 Monate, auf der anderen Seite in Brandenburg fast 39 Monate. Auch in Hessen (31,5 Monate) und Niedersachsen (24,2 Monate) beträgt die Verfahrensdauer durchschnittlich mehr als zwei Jahre.

Mehr Personal gefordert

Bünger forderte eine «bessere personelle Ausstattung und Organisation der Verwaltungsgerichte, um insbesondere die gerichtlichen Verfahrensdauern zu verringern». Sie sagte dem RND: «Lange Asylverfahren sind für Geflüchtete eine Qual, denn sie verhindern ein schnelles Ankommen und halten die Menschen in Unsicherheit. Es kann doch nicht sein, dass Asylsuchende im Schnitt eineinhalb Jahre warten müssen, bis Klarheit über ihren Status besteht.» 

Allerdings dürfe Schnelligkeit nicht auf Kosten der Qualität oder gar der Verfahrensrechte der Asylsuchenden gehen, mahnte sie. Wichtig sei deshalb neben einer ausreichenden personellen Ausstattung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge eine gute Vorbereitung der Geflüchteten auf die Anhörung, damit sie ihre Asylgründe umfassend vortragen könnten. Im besten Fall ließen sich auf diese Weise Missverständnisse und langwierige Klageverfahren vermeiden. Für flächendeckende unabhängige Beratungsangebote müsse die Bundesregierung ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, forderte Bünger. 

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Kronprinz Christian
People news
Dänischer Kronprinz hat sein Abitur bestanden
Die besten kostenlosen Handyspiele 2024: Unsere Top 10 der kostenlosen Mobile Games
Games news
Die besten kostenlosen Handyspiele 2024: Unsere Top 10 der kostenlosen Mobile Games
Die besten Ärzteserien: Dr. Nice, Bettys Diagnose & Co. – Das sind unsere 5 Favoriten
Tv & kino
Die besten Ärzteserien: Dr. Nice, Bettys Diagnose & Co. – Das sind unsere 5 Favoriten
Apple
Internet news & surftipps
EU-Kommission leitet Untersuchung gegen Apple ein
Eine Frau mit Tablet im Wohnzimmer
Das beste netz deutschlands
Stiftung Warentest: Gute Tablets gibt es ab 155 Euro
Niclas Füllkrug
Nationalmannschaft
Füllkrugs Tor-«Explosion»: Ein großer Turniermoment wie 2006
Kind spielt Basketball
Familie
Hat das Kind ADHS? Experten-Tipps für Eltern