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US-Demokraten: Biden gewinnt Vorwahl in South Carolina

US-Präsident Biden will bei der Wahl im November erneut antreten. Parteiintern hat er keine echte Konkurrenz. Nach dem erwarteten Sieg bei der ersten offiziellen Vorwahl gibt er sich selbstbewusst.
Biden
US-Präsident Joe Biden gibt sich angesichts des Ausgangs der Vorwahl selbstbewusst. © Andrew Harnik/AP/dpa

Stimmungstest für den Amtsinhaber: US-Präsident Joe Biden hat die erste offizielle Vorwahl der Demokraten im Bundesstaat South Carolina wie erwartet mit Leichtigkeit gewonnen und erhofft sich davon einen Schub für den weiteren Wahlkampf. Kurz nach Schließung der Wahllokale am Samstagabend (Ortszeit) erklärten die großen Fernsehsender CNN, NBC, ABC und Fox News Biden in ihren Prognosen übereinstimmend zum klaren Sieger und sagten für ihn einen Stimmenanteil von mehr als 96 Prozent voraus. Neben ihm traten nur wenig prominente Parteikollegen an. Biden will bei der Präsidentenwahl im November für eine zweite Amtszeit kandidieren. Parteiintern hat er dabei keine ernst zu nehmende Konkurrenz. Der 81-Jährige ist damit bereits quasi gesetzt. 

Die Abstimmung in South Carolina galt aber als erster größerer Testlauf für seine Wahlkampagne - auch weil in dem konservativen Südstaat der USA viele schwarze Wähler leben, deren Stimmen für Bidens Kampagne landesweit von besonderer Bedeutung sind.

Biden gab sich angesichts des Ausgangs der Vorwahl selbstbewusst und erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme, er habe keinen Zweifel daran, dass die Menschen in South Carolina seine Kampagne auf den Pfad geführt hätten, «die Präsidentschaft erneut zu gewinnen - und Donald Trump erneut zu einem Verlierer zu machen».

Wer in den USA Präsidentschaftskandidat werden will, muss sich zunächst in parteiinternen Vorwahlen durchsetzen. Bei Parteitagen im Sommer werden die Kandidaten dann offiziell gekürt. Die eigentliche Präsidentenwahl steht Anfang November an. 

Präsidentschaftsanwärter

Von den republikanischen Präsidentschaftsanwärtern sind nur noch der frühere US-Präsident Trump und die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, dabei. Trump dominiert das Rennen aber klar. Damit deutet derzeit alles auf eine Neuauflage des Wahlkampfes zwischen Biden und Trump hin, die bei der jüngsten Präsidentenwahl 2020 bereits gegeneinander angetreten waren. 

Ende Januar war schon im Bundesstaat New Hampshire im Nordosten der USA über den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten abgestimmt worden. Biden stand dort aber nicht auf dem Wahlzettel. Hintergrund ist ein parteiinterner Streit: Biden und die Demokratische Partei wollten den Auftakt der Vorwahlserie nach South Carolina verlegen - wegen der vielfältigeren Wählerschaft dort, um etwa den Stimmen von schwarzen Wählern mehr Gewicht zu geben. New Hampshire wollte sich den Status als erster Vorwahl-Staat aber nicht nehmen lassen und beharrte auf dem frühen Abstimmungstermin.

Biden gewann das Votum in New Hampshire am Ende trotzdem - aufgrund einer Option, die es Wählern erlaubte, selbst einen Namen auf dem Wahlzettel einzutragen. Sein Erfolg war aber eher symbolischer Natur, denn die in dem Bundesstaat gesicherten Delegiertenstimmen werden beim Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer nicht berücksichtigt.

© dpa
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