Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Wohnhaus: Nutzungsänderung ohne Genehmigung keine gute Idee

Für Wohn-, Gewerbe- oder Beherbergungszwecke: Auf welche Weise eine Immobilie genutzt werden kann, bestimmt die behördliche Nutzungsgenehmigung. Um Ärger zu vermeiden, sollte man sich an sie halten.
Viele Menschenfiguren vor einem Hausmodell
Sein Einfamilienhaus als Monteursunterkunft zu vermieten, mag lukrativ erscheinen - ist aber nicht immer legal. © Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa

Das Einfamilienhaus mal eben ohne Genehmigung umfunktionieren und an zahlreiche Monteure vermieten?

Das kann zwar lukrativ sein, zulässig ist es aber nicht, wie ein Beschluss des Verwaltungsgerichts Neustadt (Az.: 4 L 1213/23.NW) zeigt, auf den das Rechtsportal «anwaltauskunft.de» hinweist.

Geklagt hatte ein Mann, dem die Bauaufsichtsbehörde eine solche Nutzung untersagt hatte. Er war Eigentümer eines Einfamilienhauses und hatte das Haus an mehrere Personen als Monteursunterkunft vermietet. Die Bewohner nutzten das Haus nur am Wochenende oder im Urlaub als Schlafstätte. Unter der Woche arbeiteten die Monteure allesamt an weit entfernten Orten. Ausgestattet war das Haus sehr spartanisch, Aufenthaltsräume fehlten komplett.

Aufsichtsbehörde wertet viele Indizien aus

Das Verwaltungsgericht stützte die Nutzungsuntersagung der Bauaufsichtsbehörde. Auch das Gericht stellte fest, dass die Nutzung des Hauses als Monteursunterkunft keine Wohnnutzung darstellt. Diese ergebe sich erst durch eine auf Dauer angelegte Häuslichkeit, die Eigengestaltung der Haushaltsführung und des häuslichen Wirkungskreises sowie die Freiwilligkeit des Aufenthalts. Dafür seien nicht zuletzt Aufenthalts- und private Rückzugsräume erforderlich. Beides fehlte im vorliegenden Fall.

Aufgrund der spartanischen Ausstattung diene das Gebäude lediglich als Schlafstätte und befriedige selbst einfache Wohnbedürfnisse nicht, befand das Gericht. Auch die Wohndichte spielte bei der Entscheidung eine Rolle.

Zwar spreche der Umstand, dass sich zwei Bewohner einen Schlafraum teilen, nicht grundsätzlich gegen eine Wohnnutzung im Rechtssinne. Die dadurch entstehende und hierzulande unübliche Einschränkung der Privatsphäre schließe eine Wohnnutzung aber zumindest dann aus, wenn zwischen den Bewohnern keine persönliche Bindung besteht und sich deren Interesse an einer möglichst kostengünstigen Unterkunft erschöpft.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Ich hab' noch so viel vor
Tv & kino
Zum Teufel mit den Prognosen: «Ich hab' noch so viel vor»
Filmfestival in Cannes - «The Apprentice»
Tv & kino
Trump will gegen Film über ihn vorgehen
Prinz Harry
People news
Rückschlag für Prinz Harry bei Klage gegen Verlag
Künstliche Intelligenz
Internet news & surftipps
KI-Gesetz der EU endgültig beschlossen
Microsoft-Manager Brett Ostrum zeigt ein Notebook und ein Tablet
Das beste netz deutschlands
Microsoft legt Mindestvorgaben für KI-PCs fest
Frau mit iPhone
Das beste netz deutschlands
Neue iOS-Version behebt Problem mit gelöschten Fotos
Toni Kroos
Fußball news
Toni Kroos beendet Karriere nach der EM
Arbeiter mit dunkler Arbeitshose
Job & geld
Darf der Arbeitgeber die Hosenfarbe vorschreiben?