«Sieg auch für ihn»: Franzosen leiden mit Hernández

Mit ihren Gedanken waren die Gewinner bei ihrem verletzten Kollegen. «Der Sieg ist auch für ihn», sagte Frankreichs Abwehrspieler Benjamin Pavard nach dem 4:1 gegen Australien über seinen verletzten Team- und Clubkameraden Lucas Hernández vom FC Bayern.
Frankreichs Lucas Hernandez liegt auf dem Rasen und muss verletzt ausgewechselt werden. © Tom Weller/dpa

Die nächtliche Diagnose Riss des vorderen Kreuzbandes hat den Auftakterfolg des Titelverteidigers bei der Fußball-WM überschattet.

«Er ist ein super Kollege, ein super Spieler», sagte Pavard: «Das ist sehr traurig für ihn.» Durch die schlimme Knieverletzung des Linksverteidigers, der auch dem FC Bayern lange fehlen wird, ist die lange Ausfallliste der Franzosen noch länger geworden. Hernández hatte diese Saison schon mehrere Wochen wegen eines Muskelbündelrisses im Adduktorenbereich gefehlt.

«Ich fürchte, dass es sehr ernst sein könnte», hatte Trainer Didier Deschamps schon direkt nach dem Spiel geahnt. Hernández war in der neunten Minute in einem Laufduell ohne Einwirkung seines Gegenspielers Mathew Leckie zu Boden gegangen und hatte sich das rechte Knie gehalten. Kurz später verließ der 26-Jährige gestützt von zwei Betreuern und mit schmerzverzerrtem Gesicht das Feld im Al-Dschanub Stadion in Al-Wakra und wurde auf der linken Abwehrseite durch seinen Bruder Theo Hernández (AC Mailand) ersetzt.

«Es ist nie gut, einen Mitspieler so auf dem Feld liegen zu sehen», sagte Frankreichs Torhüter und Kapitän Hugo Lloris. Zumal dem Weltmeister schon vor dem Turnier mehrere Leistungsträger wie Stürmer Karim Benzema sowie die Mittelfeldspieler Paul Pogba und N'Golo Kanté verletzungsbedingt weggebrochen waren. «Wir müssen zusammenstehen und weiter an uns glauben», betonte Lloris. «Zum Glück haben wir viele talentierte Spieler in Frankreich, denen wir vertrauen können und die das Verlangen haben, auf dem höchsten Niveau zu spielen.»

Samstag gegen Dänemark steht das nächste Gruppenspiel für die Franzosen an. Trainer Deschamps wird bei seiner Formation wieder improvisieren müssen.

© dpa
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