Medien: Regenbogen-Hüte von Wales-Fans abgenommen

Walisische Fans haben bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar nach Medienberichten Ärger beim Einlass ins Stadion bekommen, weil sie Hüte in Regenbogenfarben getragen haben.
Wales traf beim WM-Auftakt in Katar auf die USA. © Tom Weller/dpa

Diese wurden demnach weiblichen Anhängern vor dem 1:1 ihres Teams gegen die USA im Ahmad bin Ali Stadion von Al-Rajjan abgenommen. Die traditionellen Kopfbedeckungen namens Buckets hatten Fans mit farbigen Streifen als Zeichen der Solidarität mit der LGBTQI+-Community herstellen lassen. Laut Gesetz ist Homosexualität in Katar verboten und wird mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft.

Der Walisische Fußballverband (FAW) kritisierte die Vorfälle scharf. Man sei extrem enttäuscht über entsprechende Berichte, teilte die FAW einen Tag nach der Partie mit. Demnach wurden auch Verbandsmitglieder aufgefordert, ihre Hüte vor dem Spiel abzunehmen und wegzuwerfen, bevor ihnen Zutritt gewährt wurde. Die Hüte seien in Kooperation mit der FAW hergestellt worden. Man habe Informationen zu dem Vorfall gesammelt und werde sich direkt bei der FIFA beschweren, teilte der Verband mit. Unter den betroffenen Zuschauerinnen war auch die ehemalige walisische Fußball-Nationalspielerin Laura McAllister, die beim Sender itv davon berichtete.

Von katarischer Seite heißt es, das Tragen von Kleidung in Regenbogenfarben sei für sie kein Problem. Gestern habe es aufseiten der Sicherheitskräfte ein Missverständnis gegeben. Die so gekleideten Zuschauer seien aber noch ins Stadion gekommen. Die Teams aus islamischen Ländern hätten den Plan gehabt, Symbole gegen Islamophobie zu tragen. Auch das sei vom Weltverband FIFA untersagt worden.

LGBT ist die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell und Transgender. Oft werden auch die Varianten LGBTQ, LGBTQI oder LGBTQIA+ verwendet. Jeder Buchstabe steht für die eigene Geschlechtsidentität oder die sexuelle Orientierung. Die Sicherheit und Freiheit der Menschen der LGBTQI+-Community ist neben den Lebensbedingungen für die Millionen ausländischen Arbeiter in Katar eines der großen und besorgniserregenden WM-Themen.

© dpa
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