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Welche Trainer die Nachfolge von Tuchel antreten könnten

Erst vor einem Jahr löste Thomas Tuchel Julian Nagelsmann beim FC Bayern ab, im Sommer ist nun schon wieder Schluss. Bei der Suche nach einem Nachfolger werden prominente Namen gehandelt.
Joachim Löw
Könnte Thomas Tuchel im Sommer als Bayern-Coach beerben: Joachim Löw. © Swen Pförtner/dpa

Für Trainer Thomas Tuchel ist beim FC Bayern München nach der Saison schon wieder Schluss. Damit beginnt beim Rekordmeister nun die Suche nach einem Nachfolger. Einige prominente Namen werden gehandelt.

Jürgen Klopp: Der Erfolgstrainer hört zum Saisonende beim englischen Spitzenreiter FC Liverpool auf. Er wäre sicher die Wunschlösung vieler Fans. Der Coach will aber nach fast neun Jahren an der Anfield Road eine Pause einlegen. Es ist schwer vorstellbar, dass er sich nun direkt in die nächste strapaziöse Aufgabe beim FC Bayern stürzt. Berater Marc Kosicke stellte bei Sky auch gleich klar, dass Klopp ein Jahr Pause machen werde.

Hansi Flick: Der Ex-Bundestrainer hat den FC Bayern im Corona-Jahr 2020 zum letzten Triple geführt. Ein Jahr später beendete er sein Engagement an der Säbener Straße, weil er offenbar mit dem damaligen Sportvorstand Hasan Salihamidzic nicht zurechtkam. Salihamidzic ist inzwischen weg. Der Weg wäre frei.

Xabi Alonso: Der frühere Welt- und Europameister hat Bayer Leverkusen in kürzester Zeit an die Bundesliga-Spitze geführt. Seine Handschrift ist deutlich zu erkennen, wie die Münchner jüngst beim 0:3 schmerzlich feststellen mussten. Den FC Bayern kennt der Spanier bereits aus seiner Zeit als Spieler von 2014 bis 2017. Allerdings soll auch der FC Liverpool an Alonso interessiert sein. Dort nahm einst (2004 bis 2009) seine große Karriere an Fahrt auf.

Kommt ein Weltfußballer?

Joachim Löw: 2014 führte Löw Deutschland zum vierten WM-Titel. Insgesamt 15 Jahre war der Schwarzwälder bis 2021 Bundestrainer. Seitdem war das richtige Angebot für Löw noch nicht dabei. Kommt es nun bei den Bayern zum sensationellen Comeback? Mit einer Reihe von Stars wie Manuel Neuer, Thomas Müller und Joshua Kimmich hat er jedenfalls lange zusammengearbeitet.

Zinédine Zidane: Der dreimalige Weltfußballer führte Real Madrid von 2016 bis 2018 zu drei Champions-League-Titeln. Seine zweite Amtszeit bei den Königlichen von 2019 bis 2021 verlief nicht mehr so erfolgreich. Ihm wird immer wieder Interesse am Posten des französischen Nationaltrainers nachgesagt. Dort hat sein früherer Teamkollege Didier Deschamps aber noch keine Anstalten gemacht, aufzuhören. In München würde Zidane auf einige französische Stars (Coman, Upamecano, Tel) treffen. Hindernis könnten aber seine fehlenden Deutschkenntnisse sein.

Oder noch ein Hoeneß?

Sebastian Hoeneß: Der Neffe von Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat den VfB Stuttgart erst vor dem Abstieg bewahrt und in dieser Saison bis auf Platz drei der Bundesliga geführt. Den Münchner Club kennt er aus seiner Zeit als Jugendtrainer und Coach der zweiten Mannschaft, mit der er 2020 die Drittliga-Meisterschaft holte. Ein Engagement bei den Profis könnte aber noch zu früh kommen.

José Mourinho: Der Portugiese mit dem großen Ego hat als einziger Trainer alle drei derzeitigen europäischen Club-Wettbewerbe gewonnen und wäre nach seinem Aus bei der AS Rom frei. Mourinho soll sogar bereits Deutsch lernen. Seine defensive Spielweise passt aber nur sehr schwer zum FC Bayern.

Antonio Conte: Der Italiener als Nachfolger von Tuchel, mit dem er sich einst in der Premier League an der Seitenlinie heftig zoffte? Das hätte was. Erfolge hat der Coach mit Meisterschaften bei Juventus, Inter und Chelsea vorzuweisen. Seine letzte Station bei Tottenham Hotspur endete aber weniger ruhmreich. Harry Kane könnte den Bayern-Bossen berichten.

© dpa
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