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Fehlstart für Leipzig: Erste Niederlage gegen Frankfurt

Eintracht Frankfurt holt seinen ersten Bundesliga-Sieg in Leipzig. RB hadert nach dem Rückschlag mit der Chancenverwertung. Auch ein lang ersehntes Comeback hilft nicht.
RB Leipzig - Eintracht Frankfurt
RB kassierte die erste Heimniederlage der Saison. © Jan Woitas/dpa

Xavi Simons schlug frustriert die Hände vors Gesicht und schlich mit seinen Leipziger Teamkollegen enttäuscht vom Platz. Trotz des lang herbeigesehnten Comebacks von Dani Olmo hat RB Leipzig einen Fehlstart ins Fußball-Jahr 2024 hingelegt.

Im ersten Aufeinandertreffen seit dem Pokalsieg unterlagen die Sachsen Eintracht Frankfurt mit 0:1 (0:1). «Fußball ist so ein wenig wie das Leben, Glück braucht man auch. Aber darauf können wir uns nicht verlassen. Wir werden auch Phasen haben, wo wir die Tore dann machen, aber vielleicht ist es gerade das, was uns nach ganz oben fehlt», sagte Trainer Marco Rose nach der ersten Heimniederlage in dieser Saison. «Es soll nicht ratlos klingen vom Trainer, aber wenn ich die Statistiken sehe, dann hätte ich das Ergebnis nicht erwartet.»

RB kann Überlegenheit nicht nutzen

Trotz 31:5 Torschüssen und 63 Prozent Ballbesitz stand für Leipzig eine Niederlage zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde. «Wir sind extrem bitter und enttäuscht. Wir haben das Tor nicht gemacht, jeder im Stadion, der das Spiel gesehen hat, hat eine dominante Leipziger Mannschaft gesehen, die viele Chancen hatte, sie aber nicht genutzt hat», sagte Christoph Baumgartner. «Das ist das Allergrößte, was wir uns vorwerfen müssen.» Zwar bleibt RB auf Champions-League-Rang vier, konnte seinen Vorsprung aber nicht festigen.

Die Eintracht verteidigte bei ihrem Premieren-Sieg in Leipzig «mit Leidenschaft, mit Herz. Wir haben uns da richtig reingeschmissen», sagte Sportvorstand Markus Krösche bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Eintracht-Coach Dino Toppmöller, einst in Leipzig Assistent von Julian Nagelsmann, jubelte nach dem Abpfiff ausgelassen. «Wir wussten, das wir hier mehr verteidigen mussten, das hat die Mannschaft überragend getan. Und wenn was durchkam, dann hatten wir Trappo im Tor», meinte Toppmöller zur starken Leistung von Keeper Kevin Trapp. Der Siegtreffer von Ansgar Knauff (7. Minute) sei bei einem «Bilderbuchangriff» herausgespielt worden.

Es war ohnehin die erste Chance im Spiel. Niels Nkounkou flankte von halblinks flach rein, Mohamed Simakan kam nicht an den Ball, dahinter drosch Knauff den Ball aus fünf Metern ins Tor. Es war die erste Führung für die Eintracht bei den bisherigen Auftritten in Leipzig. Genau zehn Minuten später vergab Benjamin Sesko, der den Vorzug vor Yussuf Poulsen bekommen hatte, nach Pass von Lois Openda aus acht Metern den Ausgleich.

Trapp hält der Eintracht die Null

Die Frankfurter, deren Leistungsträger Omar Marmoush, Fares Chaibi und Ellyes Skhiri derzeit beim Afrika-Cup im Einsatz sind, standen defensiv klug und überzeugten mit guter Zweikampfführung. Leipzig wurde nach einer halben Stunde stärker. Trapp entschärfte einen Schuss von Openda mit einer Glanzparade (35.). Drei Minuten später verteidigte der stark reagierende Trapp erneut die Führung. Der Ausgleich wäre mittlerweile verdient gewesen, doch es fehlte RB an Präzision beim letzten Pass oder an der nötigen Konzentration.

Unmittelbar nach dem Wechsel hatte Openda (47.) nach einer Simons-Ablage erneut den Ausgleich auf dem Fuß, wuchtete den Ball jedoch aus zehn Metern weit übers Tor. Auf der Gegenseite grätschte Mario Götze (57.) in eine scharfe Hereingabe von Nkounkou, der Ball ging ebenfalls übers Tor. Dann probierte es Openda per Kopf (65.), wieder rettete Trapp. In der 67. Minute schickte Rose Poulsen und Dani Olmo aufs Feld. Der Spanier feierte nach zweieinhalb Monaten Verletzungspause (Schultereckgelenk) sein Comeback. Ein Tor gelang aber nicht mehr - auch wegen Trapp. «Ein bisschen Glück brauchst du am Ende auch. Ob es hundert Prozent verdient war, weiß ich nicht. Aber am Ende, wenn du als Sieger vom Platz gehst, hast du einiges richtig gemacht», sagte der Frankfurter Nationaltorhüter.

© dpa ⁄ Frank Kastner, dpa
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