Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

BVB-Fanabteilung: Bedenken an Rheinmetall-Deal klar gemacht

Der Sponsoring-Deal von Borussia Dortmund mit Rheinmetall sorgt für Wirbel. Nun äußert sich auch die Fanabteilung des Revierclubs dazu.
BVB-Fans
Die Fan- und Förderabteilung von Borussia Dortmund sieht den Sponsoring-Deal des BVB mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall kritisch. © Bernd Thissen/dpa

Die Fan- und Förderabteilung von Borussia Dortmund sieht den Sponsoring-Deal des BVB mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall kritisch.

Bereits vor der Veröffentlichung der Zusammenarbeit hätten Fanvertreter und Fanvertreterinnen in einem offenen Austausch mit der Geschäftsführung des Revierclubs «die Brisanz im Allgemeinen, die Bedenken an einer Partnerschaft und deren Kommunikation sowie Zweifel an einer Vereinbarkeit mit den Werten von Borussia Dortmund zum Ausdruck gebracht», heißt es in einer Mitteilung.

Die Abteilung sei im Rahmen einer monatlichen Gremiensitzung im Mai darüber informiert worden, dass zu jenem Zeitpunkt über eine mögliche Partnerschaft mit Rheinmetall diskutiert werde. Die Information wurde vertraulich behandelt. «Wir schätzen die gewachsenen Dialog-Strukturen, die es Verein und Fans ermöglichen, regelmäßig auch kontroverse Themen vertrauensvoll miteinander zu diskutieren. Im Rahmen dieser Dialoge kann nicht immer ein Konsens gefunden werden - so auch in diesem Fall», heißt es von der Fanabteilung.

Der BVB und Rheinmetall hatten am Vortag die Zusammenarbeit in den kommenden drei Jahren öffentlich gemacht. Zum finanziellen Volumen wollte sich ein Sprecher der Düsseldorfer Firma nicht äußern, laut «Handelsblatt» geht es um einen einstelligen Millionen-Euro-Betrag pro Jahr.

Evangelische Kirche kritisiert BVB-Deal

Auch der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thorsten Latzel, kritisierte die Werbepartnerschaft von Borussia Dortmund mit dem Rüstungskonzern. «Werbung für Waffenfirmen hat in Stadien nichts zu suchen», sagte der rheinische Präses nach einer EKD-Mitteilung. Der Deal sei eine «gezielte kommunikative Grenzüberschreitung» und in mehrfacher Hinsicht hochproblematisch. «Gerade bei internationalen Sportturnieren geht es um eine Form friedlicher Völkerverständigung», argumentierte Latzel. «Ganz im Sinne des Olympischen Friedens, während dessen kriegerische Aktivitäten ruhten. Dem widerspricht es, für die Herstellung von Waffen zu werben.»

Es sei das eine, die Ukraine angesichts des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieges zu unterstützen und Europas Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Etwas ganz anderes sei es aber, für Waffenfirmen zu werben und Kriege und Waffen zu «normalisieren». «Militärische Gewalt und Waffen können immer nur ein letztes Mittel sein, um schlimmere Gewalt einzudämmen. Sie sind nicht "normal" und dürfen es niemals werden», so Latzel.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Bibi und Tina: Die Reihenfolge der Filme
Tv & kino
Bibi und Tina: Die Reihenfolge der Filme
Daniel Radcliffe
Kultur
Daniel Radcliffe gewinnt Musical-Preis Tony Award
Der Masuren-Krimi: Die Besetzung im Überblick
Tv & kino
Der Masuren-Krimi: Die Besetzung im Überblick
Funkmast
Internet news & surftipps
Netzagentur-Chef: Pflicht für flächendeckendes Handynetz
Xiaomi 15 und Xiaomi 15 Pro: Gerüchte zu Kamera, Prozessor und mehr
Handy ratgeber & tests
Xiaomi 15 und Xiaomi 15 Pro: Gerüchte zu Kamera, Prozessor und mehr
Samsung-Sicherheitsupdate im Juni und Mai für diese Galaxy-Handys
Handy ratgeber & tests
Samsung-Sicherheitsupdate im Juni und Mai für diese Galaxy-Handys
Ilkay Gündogan
Nationalmannschaft
Alle 26 im Training: Gündogan läuft rund, Sané lacht
Roadtrip durch Kalifornien
Reise
Wann brauche ich einen internationalen Führerschein?