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4:1 gegen Hoffenheim: Mainzer Aufholjagd geht weiter

Der 1. FSV Mainz 05 hat das nächste Ausrufezeichen im Abstiegskampf gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Bo Henriksen lässt sich gegen Hoffenheim auch von einem Rückstand nicht beeindrucken.
FSV Mainz 05 - TSG 1899 Hoffenheim
Der Mainzer Brajan Gruda (M) trifft zum 3:1. © Torsten Silz/dpa

Der 1. FSV Mainz 05 hat den nächsten Sieg im Abstiegskampf eingefahren und seine furiose Aufholjagd fortgesetzt. Die Rheinhessen gewannen zu Hause gegen die TSG 1899 Hoffenheim hochverdient mit 4:1 (0:1) und zeigten dabei große Leidenschaft und Comeback-Qualitäten.

Nach dem Führungstor für die Gäste durch Pavel Kaderabek (19. Minute) drehten Jonathan Burkardt (47.), Phillipp Mwene (51.), Brajan Gruda (63.) und Karim Onisiwo (88.) die Partie vor 32.000 Zuschauern.

Die 05er holten damit den dritten Sieg aus den vergangenen vier Spielen der Fußball-Bundesliga und vergrößerten auf dem Relegationsrang 16 den Abstand auf die direkten Abstiegsplätze auf vier Zähler. Platz 15 - den der VfL Bochum belegt - und damit der direkte Klassenverbleib ist nur einen Zähler entfernt. Hoffenheim hingegen kassierte nach einer enttäuschenden Leistung einen herben Dämpfer im Rennen um die Europapokal-Qualifikation.

«Für uns ist es das nächste Finale», hatte Mainz-Trainer Bo Henriksen vor dem 29. Spieltag gesagt, nachdem seine Mannschaft aus den drei Spielen davor sieben Punkte geholt hatte und somit wieder auf Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen war. Den Schwung und das Selbstbewusstsein nahmen die 05er auch in die Partie gegen Hoffenheim mit.

Kaderabek bringt die TSG in Führung

Die Mainzer setzten die Kraichgauer von Beginn an früh unter Druck und erspielten sich mehrere gute Gelegenheiten. Ein Tor von Leandro Barreiro zählte wegen einer Abseitsstellung nicht (1.). Danach verpassten Mwene (14.) und Burkardt (14./16.) die frühe Führung für die wild anstürmenden Hausherren.

Die schlechte Chancenverwertung rächte sich. Mit der ersten guten Chance schlugen die Gäste zu. Nach einer Flanke von Andrej Kramaric köpfte Kaderabek das 0:1. Der zuletzt hochgelobte Mainzer Torwart Robin Zentner sah bei dem Gegentor nicht gut aus und flog ins Nichts, als er die Flanke abfangen wollte. Besonders bitter für das Team von Henriksen: Als Hoffenheim in Führung ging, spielte der FSV nur zu zehnt, weil Gruda behandelt wurde. 

Mainz zeigt sich unbeeindruckt

Die Mainzer zeigten sich von dem Rückstand unbeeindruckt und blieben gegen eine passive TSG am Drücker. Die Torschussstatistik sprach zur Halbzeit eine eindeutige Sprache: 14:3 für den FSV. Doch was fehlte, waren die Treffer. Entweder war der zuverlässige TSG-Keeper Oliver Baumann zur Stelle oder die Bälle flogen am Tor vorbei. 

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts an der Mainzer Spielstärke. Der einzige Unterschied: Die 05er münzten ihre Überlegenheit auf einmal in Tore um. Erst köpfte Burkardt nach Flanke von Anthony Caci zum 1:1 ein. Kurze Zeit später machte Mwene den Doppelschlag perfekt und hatte dabei das Glück des Tüchtigen, dass sein Schuss von Ozan Kabak unhaltbar abgefälscht wurde.

Während die um die Europokal-Qualifikation kämpfenden Hoffenheimer über 90 Minuten blass blieben, vollendete Gruda einen Konter zum 3:1. Anschließend wurde die TSG etwas aktiver, ein Tor erzielte die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo aber nicht mehr. Stattdessen gelang den Mainzern in der Schlussphase durch den eingewechselten Onisiwo sogar noch das 4:1.

© dpa ⁄ Christian Johner und Ulrike John, dpa
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