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Trotz mehr Hunden: Zahl der Beißattacken nicht gestiegen

Sie sind für viele ein Familienmitglied: Hunde können in bestimmten Situationen aber auch zu einer Gefahr werden. Beißattacken haben im Einzelfall dramatische Folgen, sind aber vergleichsweise selten.
Schäferhund
Ein Deutscher Schäferhund rennt auf dem Übungsplatz des Schäferhundvereins. © Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Obwohl die Zahl der Hunde in Sachsen-Anhalt seit Jahren steigt, sind die gemeldeten Beißattacken auf einem konstanten Niveau geblieben. Im vergangenen Jahr wurden 112 Attacken gezählt, wie das Landesverwaltungsamt in Halle mitteilte. Im Vorjahr waren es 117 Beißvorfälle gewesen und damit ähnlich viele wie seit dem Jahr 2018. Die Zahl der gehaltenen und registrierten Hunde stieg seitdem von rund 117.200 auf nun 177.200. Das Landesverwaltungsamt führt seit 15 Jahren ein landesweites Register. 

Von den 112 Beißvorfällen im vergangenen Jahr betrafen 60 Menschen, 45 einen anderen Hund und 7 ein anderes Tier. 15 Mal entstand ein Sachschaden, wie es weiter hieß. Im Jahr 2022 waren noch 75 Mal Menschen gebissen worden, 34 Mal andere Hunde. In 8 Fällen waren andere Tiere betroffen. Sachschaden wurde bei 15 Attacken registriert. 

Im vergangenen Mai etwa wurde eine Rettungssanitäterin während eines Einsatzes in Sangerhausen (Landkreis Mansfeld-Südharz) von einem Hund ins Bein gebissen. Die 23-Jährige wurde bei der Attacke so schwer verletzt, dass sie ihren Dienst beenden musste, hieß es damals. Der stark betrunkene Hundehalter hatte seinen Rottweiler-Labrador-Mischling nicht angeleint, wie die Polizei damals mitteilte.  

Einen Tag vor Heiligabend attackierten auf einem Privatgrundstück in Bornstedt, ebenfalls im Landkreis Mansfeld-Südharz, drei Hunde eine Zustellerin und bissen mehrfach zu. Die Frau musste medizinisch versorgt werden. In den vergangenen Tagen gab es zwei Attacken auf Kinder: Am Karsamstag biss ein herrenloser Hund in Bernburg einem Kind in den Arm. Das Kind hatte den Hund füttern wollen. Und am vergangenen Mittwoch wurde auf einem Spielplatz in Weißenfels ein sechsjähriges Kind von einem Hund ins Gesicht gebissen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Besitzer den Hund an einer Bank angebunden, das Kind habe sich dem Tier genähert. 

Die Statistik führt der Behörde zufolge die Rasse Deutscher Schäferhund an, die Tiere bissen 27 Mal zu. Entsprechend ihrem Vorkommen in Sachsen-Anhalt betrug die Quote 0,22 Prozent. Der Labrador Retriever biss 8 Mal zu, bezogen auf die Population waren das 0,04 Prozent. Zudem wurden 6 Beißvorfälle von Pitbull Terriern erfasst, was 2,24 Prozent ihres Vorkommens entspricht, so das Landesverwaltungsamt weiter.   

Die Halter der Hunde, die zugebissen hatten, mussten unter anderem einen Wesenstest und einen Sachkundenachweis erbringen, um eine Erlaubnis für die weitere Haltung der Tiere zu bekommen, wie es weiter hieß. Maulkorb- und Leinenzwang konnten folgen. 

«Dennoch bleibt das Niveau der Beißvorfälle gering und das ist erfreulich, jeder Beißvorfall ist allerdings einer zu viel», erklärte der Präsident des Landesverwaltungsamts Thomas Pleye. Die Umsicht der Hundehalterinnen und -halter spiele aus seiner Sicht auch eine große Rolle. «Ein Hund ist schließlich nicht nur ein Familienmitglied, sondern ist auch mit Verantwortung gegenüber den Mitmenschen verbunden.»

© dpa
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