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Haseloff für neue Regeln bei Medizinstudium

Die Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer beraten am Donnerstag über die Themen Gesundheit und Verkehr. Sachsen-Anhalts Regierungschef Haseloff hat klare Vorstellungen dazu.
Ministerpräsident Reiner Haseloff
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nimmt an einer Pressekonferenz nach teil. © Matthias Bein/dpa

Aufgrund des drohenden Ärztemangels fordert Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff bei der Vergabe von Studienplätzen mehr Freiheiten für die Länder. «Viele haben die Größe des Problems noch nicht erkannt», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg vor den Beratungen der ostdeutschen Regierungschefs. Bis 2030 gingen viele Ärzte im Osten in den Ruhestand. Haseloff plädiert deshalb für eine Änderung des entsprechenden Staatsvertrags, um mehr Absolventen nach dem Medizinstudium in den jeweiligen Ländern halten zu können.

Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen wie Medizin ist die Studienplatzvergabe bundeseinheitlich geregelt. In mehreren Ländern wird bemängelt, dass viele junge Menschen, die aus anderen Teilen Deutschlands zum Studium in den Osten kommen, die Region nach dem Abschluss wieder verlassen. Ohne Änderungen werde man bestimmte demografische Probleme nicht mehr bewältigen können, warnte Haseloff.

Eine Option wäre beispielsweise, mehr Medizinstudienplätze an Landeskinder zu vergeben und sie auf diese Weise stärker an ihre Heimat zu binden. Die Erhöhung der Anzahl der Studienplätze allein helfe dagegen nicht, um den Fachkräftemangel zu beheben, so der CDU-Politiker.

Neben der Gesundheitsversorgung wollen die Regierungschefs in Berlin auch über die Themen Wasserstoffstrategie, Landwirtschaft und Verkehr beraten. Haseloff, der aktuell Vorsitzender der Ost-Ministerpräsidentenkonferenz ist, drängt auf eine bessere Infrastrukturanbindung der neuen Bundesländer an Berlin. Insbesondere Zugverbindungen in Oberzentren wie Magdeburg oder Dresden müssten ausgebaut werden, so der CDU-Politiker.

Im Zuge der Ansiedlung des US-Chipherstellers Intel in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt haben Politiker mehrerer Parteien zuletzt immer wieder eine bessere Einbindung in das ICE-Netz gefordert. Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat ergeben, dass in Verbindung mit dem Bau der Chipfabriken in den nächsten fünf Jahren rund 10.900 Menschen in die Region Magdeburg ziehen könnten. Ab 2030 sei mit dem Zuzug von noch einmal rund 24.000 Arbeitskräften und deren Angehörigen zu rechnen, hieß es.

© dpa
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