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Habeck: Ausbau der Erneuerbaren im Plan

Bis 2030 sollen vier Fünftel des Stroms aus Sonne, Wind und anderen erneuerbaren Energien kommen. Völlig unrealistisch? Nicht aus Sicht des Klimaministers. Und doch hat er eine große Sorge.
Konferenz zur Energiewende in der Lausitz
Robert Habeck (Grüne), Bundeswirtschaftsminister, spricht auf der Dritten Konferenz zur Infrastrukturentwicklung. © Patrick Pleul/dpa

Der Ausbau von Ökostrom aus Wind oder Sonne liegt aus Sicht von Wirtschaftsminister Robert Habeck voll im Plan. «Wenn wir in dem Tempo weitermachen, dann haben wir es geschafft», sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Cottbus. «Wir biegen jetzt ein auf die Zielerreichungspfade.»

Bis 2030 sollen nach Plänen der Bundesregierung 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Derzeit ist es gut die Hälfte. Dafür müssen nicht nur Solar- und Windparks ausgebaut werden, sondern auch die Stromnetze. Habeck betonte: «Es ist lösbar, es ist überschaubar.» Windräder seien heute um den Faktor sechs bis sieben leistungsstärker als alte. Deshalb gelte: 10 000 Windräder müssten raus und 10 000 neue Anlagen rein. «Machbar ist das natürlich.» Die Planungs- und Genehmigungsverfahren seien bereits beschleunigt worden.

Habeck zeigte sich offen, große Überlandleitungen für Strom doch überirdisch als Freileitung zu bauen statt wie geplant in der Erde zu verlegen. Das würde aus Sicht der Netzbetreiber zweistellige Milliardenbeträge sparen. «Es darf aber nicht zu Verzögerungen führen», forderte der Minister. «Das muss ratzfatz gehen.» Wenn dabei nicht binnen weniger Wochen ein Konsens der Ministerpräsidenten und der Bundesregierung erreicht werde, sollte man nicht umplanen, um nicht in Verzug zu geraten, ergänzte Habeck.

Große Bedenken formulierte er wegen der Debattenkultur in Deutschland. Man müsse miteinander reden und auch zuhören, statt einander wegzubrüllen. Er wurde auch in Cottbus mit einem Pfeif- und Hupkonzert von Dutzenden Demonstranten und «Hau-ab-Rufen» empfangen worden. Wenn keine Kompromisse mehr möglich seien, zerstöre das die Demokratie, sagte Habeck. «Vor den ganzen Energiefragen steht die gesellschaftliche Energie, und die muss sich auch erneuern.»

© dpa
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