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Sachsen werden impfmüde: Appell für mehr Prävention

Das Interesse an den meisten empfohlenen Schutzimpfungen in Sachsen ist erneut gesunken. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken im Sächsischen Landtag. Sie betrifft Vergleichszahlen aus den Jahren 2017 bis 2022; Daten von 2023 liegen noch nicht vor, hieß es. Über die Impfmüdigkeit hatte am Freitag bereits die «Leipziger Volkszeitung» mit Verweis auf die Anfrage der Linken berichtet.
Corona-Impfung
Ein Mädchen bekommt nach der Corona-Schutzimpfung ein Pflaster. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Nach einer Statistik des Sozialministeriums ging die Nachfrage nach Impfungen unter anderem gegen Rotaviren, Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B, Pneumokokken, Windpocken, Maser-Mumps-Röteln und Influenza (Grippe) zurück. So nahm die Zahl der Impfungen gegen Hepatitis B von 2017 bis 2022 um 40,5 Prozent ab, bei Tetanus um 27 Prozent und bei Keuchhusten um 25 Prozent.

Einen klaren Aufwärtstrend gab es lediglich bei Impfungen gegen Meningokokken. Impfzahlen gegen FSME und Humane Papillomviren (HPV) stiegen zuletzt wieder an, erreichten aber noch nicht das Niveau vergangener Jahre.

Parteichefin und Gesundheitsexpertin Susanne Schaper brachte die zunehmende Impfmüdigkeit auch mit der Corona-Pandemie in Verbindung. Sie habe zu einem Einbruch bei Schutzimpfungen geführt. Doch das Interesse an wichtigen Impfungen sinke bereits mindestens seit 2017.

«Es ist klar, dass die Debatten um die Corona-Schutzimpfung kontrovers waren und offensichtlich auch für Verunsicherung gesorgt haben. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die seit vielen Jahren etablierten und empfohlenen Schutzimpfungen uns vor einer ganzen Reihe gefährlicher Infektionskrankheiten schützen», erklärte Schaper. Pocken seien per Impfung ausgerottet, in Deutschland gelte dasselbe für Kinderlähmung.

«Ich kann nur an alle Bürgerinnen und Bürger appellieren, die Gelegenheit zur Schutzimpfung für sich selbst und ihre Kinder wahrzunehmen und sich bei Fragen und Zweifeln an das medizinische Personal zu wenden», sagte Schaper, eine ausgebildete Krankenschwester. Die Beratung zu Impfungen müsse ausgebaut werden.

© dpa
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