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Hochwasser-Konzepte im Saarland nahezu vollständig

Das Saarland ist bei den Hochwasser-Einsätzen im Januar glimpflich davon gekommen. Die Regierung setzt weiter auf Risiko-Management, Starkregenvorsorge und auch die Eigenvorsorge der Menschen.
Hochwasser
Ein Hochwasser-Schild steht an einem überfluteten Feld. © Andreas Arnold/dpa/Symbolbild

Im Saarland haben sich die meisten Gemeinden mit Vorsorgekonzepten gegen Hochwasser und Starkregen gewappnet. Laut Umwelt- und Klimaministerin Petra Berg (SPD) haben bereits 48 der 52 Kommunen ein ganzheitliches Hochwasser- und Starkregen-Vorsorgekonzept erstellt oder seien damit beschäftigt. «Unser Ziel ist es, die Kommunen unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger überflutungsfit zu machen», sagte sie am Dienstag in Saarbrücken. Deshalb fördere das Land solche Konzepte mit bis zu 90 Prozent der Kosten. Bis zu 80 Prozent gebe es zudem für die Umsetzung von konzeptionellen und baulichen Maßnahmen.

Auch die Eigenverantwortung der Bürger solle dabei gestärkt werden. Anhand spezieller Karten könnten diese ihr Starkregenrisiko erkennen. Das könne eine Grundlage für die Eigenvorsorge sein.

Seit den Starkregenereignissen im Ahrtal vor drei Jahren sind laut Innenminister Reinhold Jost (SPD) mehr als 2,5 Millionen Euro für den Bevölkerungsschutz bereitgestellt worden, davon alleine im vergangenen Jahr rund 1,7 Millionen. Die Ereignisse der letzten Tage hätten gezeigt, dass es richtig gewesen sei, viel Geld in die Vorsorge und auch die Fort- und Weiterbildung zu stecken.

Der ergiebige Dauerregen hatte seinen Angaben zufolge vom 2. bis 4. Januar zu insgesamt 347 witterungsbedingten Einsätzen im Land geführt. 3367 Einsatzkräfte hätten mehr als 16 300 Stunden geleistet.

Die Meldeketten und die Zusammenarbeit zwischen den Ressorts und unterschiedlichen Organisationen hätten dabei ausgezeichnet funktioniert. Dadurch sei die Hochwasserlage im Saarland «abgestimmt, zielgerichtet und kontrolliert» abgearbeitet worden. In Zukunft will man diesen Informationsaustausch laut Jost noch weiter verbessern. «Zu wissen, worauf es ankommt, und vor der Krise Köpfe zu kennen, ist genauso wichtig, wie das Material vorzuhalten, das in den kommenden Jahren den Herausforderungen gerecht wird, und damit umgehen zu können.»

Umweltministerin Berg unterstrich, nach wie vor an einer Pflichtversicherung für Elementarschäden festzuhalten. «Sie hat den Vorteil, dass das Solidarmodell gestärkt wird.» Ihre Beiträge müssten jedoch «für alle Menschen erschwinglich» sein. Hier bedürfe es noch einer engen Abstimmung mit der Versicherungswirtschaft.

Im Saarland hätten im Jahr 2022 rund 38 Prozent der Hauseigentümer eine Elementarschadenversicherung gehabt - und damit weniger als der Bundesdurchschnitt von 46 Prozent.

© dpa
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