Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

DGB fordert Änderungen für Sozialwohnungsbau

Zu wenig Sozialwohnungen, zu hohe Mieten: Das bemängelt der erste Mietreport für das Saarland, den Gewerkschafter des DGB vorstellten. Sie hoffen auf ein neues Wohnraumförderungsgesetz für das Land.
Wohnen in Saarbrücken
Balkone von Wohnungen in dem Saarbrücker Stadtteil Burbach. Der DGB stellt am Dienstag seinen Bericht zur Lage am Wohnungsmarkt im Saarland vor. © Oliver Dietze/dpa

Saarländer müssen im Vergleich zu anderen Bundesbürgern einen besonders großen Anteil ihres Geldes für Miete aufbringen. Das geht aus dem ersten Mietreport hervor, den der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Dienstag für das Saarland vorlegte. Mit einer Mietbelastungsquote von 30,1 Prozent befinde man sich laut Myriam Lauzi, Leiterin der Abteilung Soziales und Gesundheit des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, hinter Bremen und Schleswig-Holstein auf dem dritten Platz. Bundesweit betrage der Anteil 27,8 Prozent.

Die durchschnittliche Nettokaltmiete bei Angebotsmieten im Saarland habe im Jahr 2022 bei 7,38 Euro pro Quadratmeter gelegen - und damit 6,5 Prozent höher als 2021. Dabei variierten die Miethöhen beträchtlich. Am größten sei der Unterschied zwischen Neunkirchen mit einer Nettokaltmiete von 6,15 Euro pro Quadratmeter und der Landeshauptstadt Saarbrücken mit 7,78 Euro.

Hinzu komme, dass die Zahl der Sozialwohnungen im Saarland drastisch gesunken sei: Während es 2005 noch 5000 Sozialwohnungen gegeben habe, verringerte sich diese Anzahl auf 835 im Jahr 2017 bis hin zu nur noch 637 Sozialwohnungen im Jahr 2021. Aktuell gebe es 745 Sozialwohnungen im Land. Nach Untersuchungen des Pestel-Instituts seien nur 6 Prozent des Bedarfs gedeckt, es fehlten mehr als 13.000 Sozialwohnungen. «Das sitzt erstmal», sagte Lauzi. Deshalb wolle man die Politik ermutigen, den eingeschlagenen Weg beim Wohnungsbau weiterzugehen und den Aufschwung noch schneller zu schaffen.

Große Hoffnungen setzt der stellvertretende DGB-Vorsitzende Timo Ahr dabei auf das neue Wohnraumförderungsgesetz, mit dem sich am Mittwoch erstmals der Landtag befasse. Dies sei «ein wichtiger Baustein, der der Politik die Gelegenheit gibt, bei dem Thema etwas nachzusteuern».

Die Gewerkschafter erwarten vor allem Änderungen bei der Länge der Sozialbindungen. «Wir wollen weg von den zehn Jahren im Saarland, das muss auf jeden Fall erhöht werden», so Ahr. Mit 20 bis 30 Jahren, je nach Förderprogramm, gebe Rheinland-Pfalz den Richtwert vor. Darüber hinaus fordere der DGB laut Lauzi, in Neubaugebieten eine verbindliche Quote von mindestens 30 Prozent als geförderte Wohnungen auszuweisen. Auch müssten die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften finanziell gestärkt werden, um mehr Marktmacht zu erhalten. «Das wäre ein starker Hebel, um den Mietwohnungsmarkt insgesamt wieder auf ein normales Niveau herunterzufahren.»

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
68. Eurovision Song Contest - Vor dem 2. Halbfinale
Musik news
Umstrittener ESC stößt 2024 auf starkes Interesse
Tv & kino
Weniger Action, mehr Handlung: Der neue «Mad Max»
Szene aus «Mit einem Tiger schlafen»
Tv & kino
Birgit Minichmayr glänzt in «Mit einem Tiger schlafen»
Huawei-Logo
Internet news & surftipps
Offenbar Einigung zu chinesischen Komponenten in 5G-Netz
Ein Smartphone wird aufgeladen
Das beste netz deutschlands
Akku leer? So laden Sie ihr Smartphone besser auf
GPT-4o von OpenAI: Das musst Du zum neuen KI-Modell wissen
Das beste netz deutschlands
GPT-4o von OpenAI: Das musst Du zum neuen KI-Modell wissen
VfL Bochum - Fortuna Düsseldorf
Fußball news
Edelfan Goretzka leidet: Bochum-Klatsche gegen Düsseldorf
Eine Frau öffnet ein Paket
Job & geld
Falsche Ware geliefert? Wie Empfänger jetzt vorgehen