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SPD zu Thyssenkrupps Abbau-Plänen: Regierung soll handeln

SPD-Landeschefin Philipp nennt die angekündigten Einschnitte in der Duisburger Stahlproduktion eine «bittere Pille für NRW». Von der Landesregierung fordert sie eine aktive Standortpolitik.
Sarah Philipp, Vorsitzende der NRW-SPD
Sarah Philipp steht auf der Bühne. © David Young/dpa

Angesichts der Kürzungspläne beim Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel in Duisburg hat die nordrhein-westfälische SPD die schwarz-grüne Regierungskoalition zum Handeln aufgefordert. «Die Landesregierung muss endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und mit einer aktiven Industrie- und Standortpolitik die klimaneutrale Weiterentwicklung des nordrhein-westfälischen Stahlstandorts anpacken», erklärte die SPD-Landesvorsitzende Sarah Philipp laut Mitteilung vom Freitag.

Die Einschnitte seien zwar kein Kahlschlag, «aber dennoch eine ganz bittere Pille für NRW und das Ruhrgebiet». Thyssenkrupp gehöre zu NRW wie der Rhein und die Ruhr. «Jeder Einschnitt bei Thyssenkrupp ist auch ein Einschnitt für den nordrhein-westfälischen Industriestandort.» Zuvor hatte die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» über die Position Philipps berichtet.

Thyssenkrupp Steel ist Deutschlands größter Stahlhersteller und eine Sparte des Industriekonzerns Thyssenkrupp. Der Spartenvorstand hatte mitgeteilt, dass die Produktionskapazitäten in Duisburg deutlich verringert werden sollen. Das Unternehmen geht davon aus, dass damit auch ein Arbeitsplatzabbau verbunden sein wird. Eine Größenordnung wurde noch nicht genannt. In der Sparte arbeiten rund 27 000 Menschen, davon 13 000 in Duisburg.

Geplant ist eine Reduzierung der Produktionskapazitäten für 11,5 Millionen Tonnen auf etwa 9 Millionen bis 9,5 Millionen Tonnen im Jahr. In den 11,5 Millionen Tonnen sind auch die Thyssenkrupp zugeschriebenen Stahlmengen enthalten, die vom Duisburger Unternehmen Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) produziert werden. Thyssenkrupp Steel ist zu 50 Prozent an HKM beteiligt, der Stahlkonzern Salzgitter zu 30 Prozent. Bei HKM arbeiten knapp 3000 Menschen. HKM betreibt in Duisburg zwei Hochöfen, Thyssenkrupp vier.

«Insbesondere für HKM müssen jetzt schnell tragfähige Zukunftslösungen her», erklärte Philipp. «Wir brauchen jetzt einen gemeinsamen Kraftakt, damit auch im Duisburger Süden möglichst schnell klimaneutraler Stahl produziert wird.» Philipp bezog sich auf das begonnene Vorhaben von Thyssenkrupp im Duisburger Norden, einen Hochofen durch eine klimafreundlichere Direktreduktionsanlage zu ersetzen.

© dpa
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