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Ermittler prüfen Motiv hinter Amoktat an Schule

An einem Wuppertaler Gymnasium soll ein 17-Jähriger mehrere Mitschüler mit Messern attackiert und schwer verletzt haben. Am Freitag sollen Psychologen in die Schule kommen.
Schüler in Wuppertal verletzt
Auf dem Schulhof vor dem Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium sind Polizeibeamte und Rettungskräfte im Einsatz. © Christoph Reichwein/dpa

Nach dem Messerangriff auf mehrere Schüler an einem Wuppertaler Gymnasium laufen die Ermittlungen zu den Hintergründen des Gewaltverbrechens weiter. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 17-Jährigen, der selbst noch Schüler ist. Zu den möglichen Motiven des Verdächtigen hat sich die Staatsanwaltschaft Wuppertal bislang nicht geäußert. Nach Angaben eines Polizeisprechers gehen die Ermittler von einer Amoktat aus. Bei einer Pressekonferenz am Freitag wollen sie sich zum Stand der Ermittlungen äußern.

Das Gymnasium hatte am Donnerstagvormittag Amokalarm ausgelöst, nachdem der 17-Jährige mit mehreren Waffen auf Mitschüler eingestochen haben soll. Beim Eintreffen der ersten Polizeikräfte wurde er festgenommen. Der Jugendliche wies - mutmaßlich selbst zugefügte - Stichverletzungen auf. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die Verletzungen als lebensgefährlich.

Die Polizei gab die Zahl der verletzten Opfer am Donnerstag zunächst mit vier an, hinzu kommt der mutmaßliche Angreifer selbst. Er und zwei Schüler mussten auf der Intensivstation behandelt werden.

Am Freitag soll das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium im Stadtteil Elberfeld nach Angaben der Bezirksregierung zwar geöffnet sein, für die unmittelbar betroffenen Schülerinnen und Schüler werde es aber keinen Unterricht geben. Insgesamt 30 Psychologen sollen in die Schule kommen, um die Geschehnisse mit den Schülern aufzuarbeiten.

Zu dem Angriff war es inmitten des laufenden Schulbetriebs gekommen. Schüler berichteten, wie sie per Durchsage aufgefordert wurden, sich in ihren Klassenräumen einzuschließen. Die Polizei durchsuchte das Gebäude und sperrte es weiträumig ab. Rund zwei Stunden nach dem Beginn des Einsatzes teilte die Polizei mit, dass die Schülerinnen und Schüler in Sicherheit seien.

© dpa ⁄ Frank Christiansen, Jonas-Erik Schmidt und Arne Meyer, dpa
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