Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Rheinmetalls Auftragsbücher sind prall gefüllt

Es gibt wohl keine andere deutsche Firma wie Rheinmetall, die wirtschaftlich so profitiert hat vom Ukraine-Krieg. Mal angenommen, der Krieg würde aufhören - wie ginge es weiter für die Waffenschmiede?
Produktion bei Rheinmetall
Rheinmetall-Chef Armin Papperger
Zentrale der Rheinmetall AG

Unabhängig vom Krieg in der Ukraine rechnet Rheinmetall-Chef Armin Papperger mit einer langfristig hohen Nachfrage nach Munition und anderen Militärgütern. «Selbst, wenn morgen der Krieg aufhören würde - und ein Ende dieses verrückten Ukraine-Krieges will jeder -, müssten wir die Lager in der Ukraine noch auffüllen, und dafür brauchen die Ukrainer die Hilfe von der EU und von den USA», sagt der Manager in Düsseldorf. Der Bedarf anderer Staaten werde ebenfalls hoch bleiben. 

Das bedeute, dass das Geschäft mit der Bundeswehr und ihren Partnern mindestens zehn, vielleicht sogar fünfzehn Jahre sehr stabil sein werde. Rheinmetall stellt unter anderem Geschützrohre her, die in der Artillerie in der Ukraine zum Einsatz kommen. 

Papperger weist auf die intensiven Artilleriegefechte in der Ukraine hin und den damit verbundenen Verschleiß - ein Geschützrohr hält nur für eine bestimmte Anzahl von Schüssen. Angesichts der hohen Nachfrage - nicht nur von der Ukraine, sondern auch von westlichen Staaten - habe man die Herstellungskapazitäten solcher Stahlrohre binnen drei Jahren mehr als verdreifacht. Und dennoch werde die Rohrproduktion seiner Firma für die nächsten zehn Jahre voll ausgelastet sein, ist Papperger überzeugt. 

Auftragsbücher voll wie noch nie

Deutschlands größter Rüstungskonzern stellt neben Artillerie und Munition auch Panzer, Flugabwehr und Militärlastwagen her. Die Zentrale ist in Düsseldorf und das größte Werk im niedersächsischen Unterlüß. Der Ukraine hat Rheinmetall auch alte Kampfpanzer und Schützenpanzer bereitgestellt, die modernisiert worden waren. Bezahlt wurde die Firma hierbei von der Bundesregierung. 

Die Auftragsbücher des Konzerns sind so voll wie noch nie. Firmenangaben zufolge belief sich der sogenannte Backlog Ende Juni auf 48,6 Milliarden Euro, damit war er 62 Prozent höher als ein Jahr zuvor (30 Milliarden Euro). Beim Backlog geht es um den Auftragsbestand, um erwartete Abrufe aus Rahmenverträgen und um andere Kundenvereinbarungen. 

Nicht nur bei der Artillerie und Munition, sondern auch in anderen Konzernbereichen sind die Folgen des Ukraine-Krieges ein starker Wachstumstreiber für die Waffenschmiede, auch weil Nato-Staaten viel mehr bestellen als zuvor. 

Glänzende Halbjahreszahlen der Waffenschmiede

Alles in allem fielen die Geschäftszahlen von Rheinmetall sehr positiv aus. Im ersten Halbjahr stieg der Konzernumsatz um ein Drittel auf rund 3,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis konnte auf 404 Millionen Euro fast verdoppelt werden. Betrachtet man nur das zweite Quartal, so war das Wachstum sogar noch stärker als zum Jahresauftakt. Die gesteigerte Profitabilität führt Rheinmetall vor allem auf den Zukauf einer spanischen Munitionsfirma zurück. 

«So stark sind wir noch nie gewachsen», sagt Firmenchef Papperger. Auch in den kommenden Jahren erwartet das Management jährliche Umsatzzuwächse in der Größenordnung von rund zwei Milliarden Euro.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
James Earl Jones gestorben
Tv & kino
Trauer um gestorbenen Filmstar James Earl Jones
Maria Furtwängler
Tv & kino
Furtwängler: Bei Fleischverzicht nicht dogmatisch
Verleihung Deutscher Fernsehpreis 2023
People news
Mockridge-Auftritte nach Paralympics-Entgleisung abgesagt
Apple iPhone-Vorstellung
Internet news & surftipps
Kameras und KI: Apple stellt iPhone 16 vor
Probealarm auf einem Smartphone an einem Warntag,
Internet news & surftipps
Warnt Sie Ihr Smartphone per Cell Broadcast?
Hypatia im F-Droid-Store auf einem Smartphone.
Internet news & surftipps
Hypatia: Freier Malware-Scanner für Android
Deutsche Biathlon-Staffel von Sotschi 2014
Sport news
Urteil: Biathlon-Staffel vor nachträglichem Olympia-Gold
Online-Shop
Job & geld
Onlineshopping: Daran erkennen Sie seriöse Anbieter