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Glas- und Waffenverbot an Karneval

In der Düsseldorfer Altstadt herrscht an den Karnevalstagen nicht nur ein Waffen-, sondern auch wieder ein Glasverbot. Darauf wiesen Polizei und Ordnungsamt am Dienstag hin. Mit dem 2011 eingeführten Glasverbot war die Zahl der Verletzten durch Glasscherben im Straßenkarneval drastisch gesunken.
Auftakt Karneval - Düsseldorf
Die Karnevalsfigur «Hoppeditz» spricht vor dem Rathaus. © Federico Gambarini/dpa

Nicht nur den Besuchern der Altstadt wird wieder untersagt, Glasbehältnisse mitzuführen, auch die ansässigen Händler und Außengastronomiebetriebe dürfen während der «tollen Tage» keine Getränke in Gläsern oder Glasflaschen verkaufen. An den 16 Zugängen zur Altstadt wird das Glasverbot kontrolliert.

Hundertschaften der Polizei aus dem ganzen Land sollen für die Sicherheit der erwarteten Hunderttausenden Närrinnen und Narren sorgen. Die Polizei setzt dabei auch auf stationäre und mobile Videobeobachtung.

Die Landeshauptstadt warnte zugleich vor K.-o.-Tropfen. Die farb-, geruchs- und geschmacksneutralen Betäubungsmittel würden nicht nur in Kneipen und Clubs von den Tätern in die Getränke gemischt. Ziel sei es, die in der Folge hilflosen Opfer sexuell zu missbrauchen oder auszurauben.

Getränke sollten nicht unbeaufsichtigt sein. Bei plötzlichem Auftreten von Übelkeit, Schwindel oder Unwohlsein sollten Freunde oder das Personal des Betriebes angesprochen werden. Wer den Verdacht hat, unter Einfluss von K.-o.-Tropfen geraten zu sein, sollte den Polizeinotruf 110 wählen.

Die Düsseldorfer Taxifahrer sollen an Karneval im Auftrag der Stadt 5000 Kondome an ihre Kunden verteilen. Mit der Aktion soll auf das Risiko ungeschützter sexueller Kontakte aufmerksam gemacht werden. In Düsseldorf infizierten sich jährlich 30 bis 40 Menschen neu mit HIV.

© dpa
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