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Abhör-Affäre bei Bundeswehr: Mitarbeiter sensibilisiert

Russland belauscht eine Bundeswehr-Schalte zum «Taurus»-System und der Mitschnitt wird öffentlich. Damit so etwas in NRW nicht passiert, sensibilisiert die Landesregierung ihre Mitarbeiter.
NRW sensibilisiert Mitarbeiter nach Abhör-Affäre
Boris Pistorius (SPD), Verteidigungsminister. © Michael Kappeler/dpa

Nach der sogenannten Abhör-Affäre um hochrangige Offiziere der Bundeswehr haben Staatskanzlei und Ministerien in NRW ihre Mitarbeiter noch einmal sensibilisiert, bei Konferenzschaltungen vorsichtig zu sein. Das ergab eine Recherche der Nachrichtenagentur dpa in allen Ressorts.

Laut Justizministerium steht im Intranet «anlässlich der aktuellen Berichterstattung über das Abhören einer internen WebEx-Besprechung», dass man bei Video- oder Telefonkonferenzen «auf den Kreis der Teilnehmenden» achten solle: «Entfernen Sie unberechtigte Teilnehmer oder beenden Sie bei Unklarheiten die Konferenz und versenden Sie einen neuen Link für die berechtigten Teilnehmenden.»

Auch in allen anderen Ministerien wurde nach eigenen Angaben an die Sicherheitsstandards erinnert. So auch in der Staatskanzlei von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), wo laut einer Sprecherin «aufgrund des aktuellen Vorfalles» im hauseigenen Intranet «ein entsprechender Hinweis mit weiteren Informationen eingestellt» worden sei.

So wie die abgehörten Luftwaffenoffiziere nutzen mehrere Ministerien den Dienst WebEx. Andere Häuser setzen auf eine Software des Landesbetriebs IT.NRW. Das Digitalministerium betonte: «Die sicherste Art des Austauschs ist und bleibt immer der Präsenzaustausch.»

Ein russischer Nachrichtendienst hatte eine Schaltkonferenz von vier Offizieren abgehört. Sie hatten über Einsatzszenarien für den deutschen Marschflugkörper «Taurus» gesprochen, falls dieser doch noch an die Ukraine geliefert würde. Laut Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) war der Luftwaffen-Inspekteur als Teilnehmer über eine nicht sichere Leitung zugeschaltet.

© dpa
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