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Mitgliedsverbände verlassen das Dialogforum Wolf

Wölfe stehen unter strengem Naturschutz und bereiten Tierhaltern große Sorgen. In einem Dialogforum sollten verschiedene Interessengruppen nach Lösungen suchen. Das hat nicht für alle funktioniert.
Wolf
Ein Europäischer Wolf in einem Gehege vom Wolfcenter Dörverden. © Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Weidetierhalter, Jäger und Landwirte haben das Dialogforum zum Wolf verlassen. Wie das Landvolk am Freitag mitteilte, lassen die Mitgliedsverbände des Aktionsbündnisses aktives Wolfsmanagement ihre Mitarbeit ruhen. «Wir zweifeln an der wahren Absicht, für unsere Weidetierhalter zeitnah Lösungen durchzusetzen, denn Ansätze hierzu haben wir seit Jahren geliefert», sagte der Sprecher des Aktionsbündnisses und Landvolk-Vizepräsident, Jörn Ehlers, laut Mitteilung. «Die Missachtung unserer Mitarbeit seitens der Landesregierung sowie deren Umgang mit allen Gruppen, die im Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement vereint sind, lassen aktuell keinen anderen Schritt als ein Aussetzen der Mitarbeit zu.» In dem Bündnis sind zahlreiche Verbände vertreten - etwa aus der Landwirtschaft, Landesjägerschaft, Tierzucht und Tierhaltung.

Niedersachsens Landesregierung hatte das Forum im Februar 2023 gestartet. Umweltminister Christian Meyer und Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (beide Grüne) wollten über das Dialogforum Lösungen für ein weniger konfliktbelastetes Nebeneinander von Mensch und Wolf finden. Zum Dialogforum wurden neben dem Aktionsbündnis auch Naturschutzverbände, Vertreter aus der Wissenschaft, die zuständigen kommunalen Behörden sowie weitere Organisationen und Verbände eingeladen.

Niedersachsens Weidetierhalter warten nach Angaben des Landvolks seit Jahren auf praxisnahe Lösungen im Umgang mit dem Wolf. Das Aktionsbündnis kritisierte die Arbeit im Forum. «Wir drehen uns weiter im Kreis, werden weiter hingehalten, nichts passiert», so Ehlers. «Das ist schon lange kein Dialog mehr.»

Umweltminister Meyer und Landwirtschaftsministerin Staudte können den Ausstieg des Bündnisses nach Angaben ihrer Pressestellen nicht nachvollziehen. Beide Ministerien hätten die Mitglieder des Dialogforums laufend und immer zeitnah über die aktuellen Entwicklungen unterrichtet. «Die Zusammenarbeit war in der Vergangenheit stets konstruktiv und wir würden uns wünschen, weiterhin in guten Gesprächen zu bleiben», betonte eine Sprecherin des Umweltministeriums. Es gebe bereits gute Erfolge bei der Umstellung der Herdenschutzförderung. «Auch das neue Schnellabschussverfahren wurde etabliert und bereits in der Region Hannover angewendet.»

Der Sprecherin zufolge haben einzelne Tierhalterverbände, die ebenfalls Teil des Aktionsbündnisses sind, weiter um Gespräche gebeten. «Diesem Wunsch werden wir selbstverständlich nachkommen.» Beide Ministerien sehen das Dialogforum als geeigneten Rahmen, um beim Thema Weidetierhaltung und Wolf weiterhin mit allen Beteiligten voranzukommen und beim Wolfsmanagement gemeinsam Fortschritte zu erzielen.

Der Umgang mit dem Wolf sorgt in Niedersachsen immer wieder für Streit. Tierhalter und Tierhalterinnen sorgen sich um ihre Nutztiere - immer wieder werden Tiere von Wölfen gerissen. Während Tierhalter in solchen Fällen oft den Abschuss des Raubtieres fordern, versuchen Naturschützer dies zu verhindern. Wölfe stehen unter strengem Naturschutz und dürfen nur mit einer behördlichen Ausnahmegenehmigung unter strengen Voraussetzungen geschossen werden.

© dpa
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