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Mehr als 80 Termine für Strafprozess gegen Winterkorn

Aus gesundheitlichen Gründen musste Ex-VW-Boss Winterkorn bisher nicht auf die Anklagebank. Ab September soll er für den Prozess zur Dieselaffäre mehrmals pro Monat nach Niedersachsen reisen.
Prozess zur VW-Dieselaffäre - Martin Winterkorn
Martin Winterkorn, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. © Julian Stratenschulte/dpa

Der Strafprozess gegen Ex-Volkswagenchef Martin Winterkorn zur Dieselaffäre wird sich nach den aktuellen Planungen des Landgerichts Braunschweig über mehr als ein Jahr ziehen. Für die am 3. September beginnende Verhandlung veröffentlichte das Gericht am Donnerstag mehr als 80 Termine bis in dem September 2025 hinein. In dem Verfahren gegen den zum geplanten Start 77 Jahre alten Winterkorn wird es um den Verdacht des Betrugs, der Falschaussage und der Marktmanipulation gehen.

Sechs bis acht Termine pro Monat hat die Wirtschaftsstrafkammer im großen Schwurgerichtssaal angesetzt. Im Februar war über das Gericht bekanntgeworden, dass ein neues medizinisches Gutachten von der Verhandlungsfähigkeit Winterkorns ab September 2024 ausgeht. 2021, zum Start des ersten großen Braunschweiger Strafprozess gegen Ex-VW-Manager sowie weitere Ingenieure, war Winterkorns Verfahren aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt worden. Das Fehlen Winterkorns bei der juristischen Aufarbeitung wurde damals von einigen als katastrophale Botschaft bezeichnet.

Zu Beginn des Jahres hatte Winterkorn eine strafrechtliche Verantwortung für die Abgasmanipulationen zurückgewiesen. «Ich halte diese Vorwürfe für unzutreffend», sagte er im Februar als Zeuge im milliardenschweren Zivilverfahren von Investoren vor dem Oberlandesgericht Braunschweig. Auch seine Befragung dort als Zeuge ist noch nicht abgeschlossen. Nach vier Terminen im Frühjahr wurde sie wegen einer OP unterbrochen. Wann die Vernehmung fortgesetzt wird, ist noch offen.

Die Dieselaffäre bei Volkswagen war im September 2015 aufgeflogen und kostete Winterkorn wenige Tage später den Chefsessel beim Wolfsburger Autobauer. VW hatte statt des Einsatzes teurerer Abgastechnik die Messwerte mithilfe versteckter Software-Codes gefälscht. Diese sorgten dafür, dass bei Tests voll gereinigt wurde, im Straßenbetrieb jedoch ein Vielfaches der Emissionen auftraten. Für VW folgte eine Prozessflut und Kosten, die das Unternehmen auf etwa 32 Milliarden Euro beziffert.

© dpa
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