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Bunkerstollen zieht in einem Jahr 21.500 Besucher an

Der alte Bunkerstollen auf Helgoland war teilweise verschüttet, doch seit einem Jahr ist er als Geschichtsprojekt für Publikum zugänglich. Der Museumsleiter zieht eine erste Bilanz.
Bunkerstollen auf Helgoland
Der Bunkerstollen auf Helgoland vor der offziellen Eröffnung des Geschichtsprojektes. © Ralf Steinbock/Museum Helgoland/dpa

Ein Jahr nach der Öffnung für das Publikum hat der alte Bunkerstollen auf der Insel Helgoland rund 21.500 Besucher angezogen. «Ein tolles Ergebnis», sagte der Leiter des Museums Helgoland, Jürgen Fitschen, der Deutschen Presse-Agentur. «Ich hätte nicht gedacht, dass wir gleich im ersten Jahr so viele Leute dort drin haben.» Das Geschichtsprojekt erzählt vom Schicksal der Insel und ihrer Bewohner. Der Eingang ist am Fahrstuhl mitten im Ort im sogenannten Unterland. Nach Angaben des Museums lagen die Kosten bei rund 3,5 Millionen Euro.

Die Ausstellung sei gerade für Tagestouristen, die es zeitlich nicht zu den Führungen im Zivilschutzbunker im Oberland schafften, eine Bereicherung, sagte Fitschen. Es sei keine Konkurrenz zwischen Stollen und Bunker entstanden. Die Besucher können selbstständig durch den Stollen gehen und Informationen mittels Hörstationen, Exponaten, Bildern oder Tafeln erhalten. Fassaden-Reste, altes Besteck oder auch das Modell eines U-Bootes verdeutlichen die bewegte Geschichte der Insel. Der Besuch dauert etwa 45 Minuten.

Der Tunnel war nach Angaben des Museums durch Sprengungen der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise verschüttet worden. Mehr als 250 Meter dieses Stollens wurden für Besucher wieder begehbar gemacht und in den Fels wurde ein Zugang gebaut. Dieser Bunkerstollen war laut Museum eigentlich ein Verbindungsgang. In diesen hätten die Menschen einst im Unterland hineinflüchten und unterirdisch zu ihren Bunkerplätzen im Oberland gelangen können.

Im Zweiten Weltkrieg wollten die Nationalsozialisten mit dem Projekt «Hummerschere» durch Aufspülungen und Betonbauten einen riesigen Marinehafen als Flottenstützpunkt errichten. Es gab Luftangriffe, die die Insel unbewohnbar machten. Schließlich übernahmen die Briten die Kontrolle und nutzten die Nordseeinsel jahrelang als Bomben-Übungsgelände. 1947 sprengten die Briten zudem mit 6700 Tonnen Munition beim sogenannten Big Bang alle militärischen Anlagen. Die Insel war eine Ruinenlandschaft, als Helgoland 1952 wieder freigegeben wurde.

Der alte Bunkerstollen wurde bereits im Dezember 2022 offiziell eröffnet, wegen Restarbeiten begann der Regelbetrieb aber erst Anfang April 2023. Der Eintritt kostet für Erwachsene laut Museum sieben Euro.

© dpa
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