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Theater Vorpommern: Neuer Spielplan und leitender Dramaturg

«Von Angesicht zu Angesicht» heißt das Motto des Spielplans für die kommende Saison. 50 Neuproduktionen und Wiederauflagen soll es geben - und einen neuen Chefdramaturgen.
Theater Greifswald vor der Sanierung
Blick auf den Besuchereingang des Theater in Greifswald, das derzeit saniert wird. © Stefan Sauer/dpa/Archivbild

Das Theater Vorpommern will unter dem Motto «von Angesicht zu Angesicht» und mit einem neuen Chefdramaturgen in die kommende Spielzeit starten. Für die Saison 2024/2025 soll Dramaturg und Germanist Joris Löschburg auf Oliver Lisewski als leitender Dramaturg folgen, wie das Haus am Dienstag bekanntgab. Lisewski beende seine Zeit in Vorpommern «nach sieben erfüllten Jahren an diesem Theater, für die ich auch sehr dankbar bin», erklärte er in Greifswald. Das Theater werde er nun zum 31. Juli aus privaten Gründen verlassen. Löschburg war zuletzt als Schauspieldramaturg am Theater Neubrandenburg/Neustrelitz tätig.

Neben der Leitungsebene gebe es im Haus weitere personelle Wechsel. Zum Spielzeitende der Saison werden laut Angaben des Theaters 20 Ensemblemitglieder das Haus verlassen, darunter etwa fünf Tänzer. 865 Bewerbungen habe es für die offenen Tanzstellen gegeben, erklärte Ballettdirektor Ralf Dörnen. Alle seien besetzt worden. «Unser Ensemble in der nächsten Spielzeit besteht aus elf Nationalitäten», sagte Dörnen.

Das Motto «von Angesicht zu Angesicht», unter dem die Aufführungen der vier Sparten Musiktheater, Ballett, Schauspiel und Konzerte stünden, unterstreiche die direkte Begegnung zwischen Besuchern und Theaterschaffenden, erklärte der derzeitige Chefdramaturg Lisewski. Das sei besonderes für das Haus Vorpommern aufgrund der unterschiedlichen Standorte in Greifswald, Stralsund und Putbus eine Herausforderung.

Es sei aber auch «ein Motto, mit dem wir natürlich auch auf gesellschaftliche Zustände der Zeit reagieren wollten», sagte Lisewski. Dafür habe das Haus ein vielseitiges Programm entworfen, das unterschiedliche Perspektiven beleuchten solle - auch in verschiedenen Inszenierungssprachen. «Wir haben eine Spielzeit zusammengestellt, in der wir es wieder geschafft haben, insgesamt 50 Neuproduktionen und Wiederaufnahmen zu präsentieren.»

Im Ballett werde es vier Neuproduktionen geben, etwa das zeitgenössische Ballettstück «Im Lichte!» von Lucyna Zwolinska und Bryan Arias zum Caspar-David-Friedrich-Jubiläum, das ab Oktober an allen drei Standorten aufgeführt werde. Aber auch thematisch freie Konzepte gibt es im Programm - unter dem Titel «Junge Hunde» sollen sich die Tänzer etwa selbst choreographieren. «Verschiedene Tanzsprachen und -stile verschmelzen mit den Prägungen unterschiedlicher Kulturen», hieß es im Programmheft. Die Premiere soll am 20. Juni 2025 in Greifswald und am 5. Juli 2025 in Stralsund aufgeführt werden.

Auf dem Plan des Musiktheaters soll es neben klassischen Operetten wie «Orpheus in der Unterwelt» von Ludovic Halévy und Hector Crémieux auch ein Familienstück geben. «Der Eisblumenwald» beschäftigt sich etwa märchenhaft mit dem Klimawandel (Premiere am 30. Januar 2025 in Greifswald, am 21. März 2025 in Stralsund und am 14. Mai 2025 in Putbus). Das Motto «von Angesicht zu Angesicht» zeige sich auch in der Auswahl der Schauspielstücke. So soll etwa in der Tragikomödie «Die Ratten» von Gerhart Hauptmann der Zusammenhalt in der Gesellschaft beleuchtet werden (Premiere am 4. Oktober 2024 in Greifswald beziehungsweise am 26. Oktober 2024 in Stralsund).

Den Spielplan will das Theater Vorpommern mit einem Tag der offenen Tür in Stralsund und Greifswald (30. August 2024 in Stralsund beziehungsweise 7. September 2024 in Greifswald) präsentieren. Dies biete die Gelegenheit, die Begegnung «von Angesicht zu Angesicht» zwischen Mitarbeitern des Theaters und Menschen des Publikums zu ermöglichen, sagte Lisewski. Zuvor soll es einen Umzug durch die jeweiligen Städte geben.

© dpa
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