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Investor aus Sachsen übernimmt Eisenwerk Hasenclever

Gute Nachrichten für den insolventen Autozulieferer Eisenwerk Hasenclever: Eine Gießereigruppe aus Sachsen übernimmt das Unternehmen - mit sämtlichen Mitarbeitern.
Insolvenzverwalter Martin Mucha
Martin Mucha, Generalbevollmächtigter, spricht bei einer Pressekonferenz. © Daniel Vogl/dpa

Für den insolventen Autozulieferer Eisenwerk Hasenclever & Sohn aus dem nordhessischen Battenberg ist ein Investor gefunden. Die DiHAG Integrated Foundry Group mit Sitz im sächsischen Coswig habe das Unternehmen zum Mittwoch übernommen, wie Insolvenzverwalter Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger mitteilte. Der Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter, alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Derzeit fertigt Eisenwerk Hasenclever & Sohn mit rund 840 Beschäftigten hochtemperaturfeste Abgaskomponenten für Hersteller und Systemlieferanten der Automobilbranche. Produkte des Unternehmens kommen auch außerhalb des Autozuliefererbereichs, insbesondere für Zylinderköpfe, zum Einsatz. Im vergangenen November hatte Eisenwerk Hasenclever beim Amtsgericht Marburg Insolvenz angemeldet. Die Schieflage hatte Mucha mit Nachfrageschwankungen und dem gleichzeitigen Hochlauf neuer Kundenprojekte begründet. Dies habe zu hohen Ausschussquoten und einem erhöhten Finanzierungsbedarf geführt.

Die DiHAG Integrated Foundry Group betreibe bereits acht traditionsreiche und moderne Gießereien in Deutschland, Polen und Ungarn und fertige neben Produkten im Eisen- und Stahlguss beispielsweise auch Walzen für Stahlwerke. Das Unternehmen sei in den Branchen Schienenverkehr, Windenergie, Anlagen- und Maschinenbau, Baumaschinen, Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie sowie Landmaschinen tätig. Der Vollzug der Übernahme stehe noch unter der aufschiebenden Bedingung kartellrechtlicher Freigaben, hieß es.

Die Übernahme sei «ein weiterer Schritt bei der Diversifikation unseres Unternehmens», sagte DiHAG-Finanzvorstand und Geschäftsführer Christian Lüke. Mucha ergänzte, mit DiHAG sei ein passender strategischer Investor gefunden geworden. «Er bringt nicht nur die notwendigen finanziellen Mittel mit, sondern auch umfangreiches Fachwissen und Erfahrung aus dem Gießereibereich, um den Transformationsprozess bei dem Traditionsunternehmen voranzutreiben.»

© dpa
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