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Hessen erhöht Meisterprämie auf 3500 Euro

Während der Staat die akademische Bildung an Unis weitreichend unterstützt, bleiben Lehrlinge in der Meisterausbildung oft auf ihren Kosten sitzen. Das Land Hessen will das ändern.
Meisterbrief
Ein junger Mann freut sich bei der Meisterfeier über seinen Meisterbrief. © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Hessen will angehende Meisterinnen und Meistern finanziell deutlich stärker unterstützen. Dafür will die Landesregierung die sogenannte Aufstiegsprämie von 1000 Euro auf 3500 Euro anheben. «Hessen wird damit eines der führenden Bundesländer bei der Förderung der weiterführenden beruflichen Bildung», sagte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen Förderprogramms in Frankfurt. Die neue Regelung soll für Meisterprüfungen und alle gleichwertigen Berufsabschlüsse ab 1. Juni gelten. Mit der höheren Aufstiegsprämie sollen vergleichbare finanzielle Bedingungen zwischen der akademischen und beruflichen Bildung geschaffen werden.

Während die Bachelor- und Masterabschlüsse an öffentlichen Hochschulen kostenfrei seien, würden junge Menschen in der beruflichen Bildung auf ihren Kosten sitzen bleiben, sagte der Minister. Die Fortbildung koste im Schnitt 12.000 Euro, sagte die Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, Susanne Haus. Je nach Beruf seien die finanziellen Belastungen sehr unterschiedlich. Ein Großteil der Kosten - 75 Prozent - werde mit dem Meister-BAföG des Bundes abgedeckt. In Kombination mit der erhöhten Prämie soll die restliche Finanzierungslücke geschlossen werden.

Eine Meisterausbildung sei eine gute Investition in die persönliche Laufbahn, sagte Mansoori. So ermögliche der Abschluss den Schritt zur Selbstständigkeit oder den Aufstieg als Angestellte. Zudem könnten Jungmeisterinnen und -meister den dringend gebrauchten Fachkräftenachwuchs ausbilden und auch noch ein Hochschulstudium beginnen.

Die Handwerkskammern begrüßen die Pläne: «Mit diesem Signal stärkt das Land Hessen die Bereitschaft junger Menschen, sich der Meisterprüfung erfolgreich zu stellen und einen entscheidenden Schritt hin zu einer Führungskraft in einem Betrieb oder zur Selbstständigkeit zu gehen», sagte Handwerkskammer-Präsidentin Haus.

Auch der DGB-Bezirk Hessen-Thüringen befürwortet den Schritt: «Jetzt sind alle damit befassten Organisationen aufgefordert, das neue Fördermodell bekannt zu machen, um noch mehr Fachkräfte zu ermutigen, die Meisterausbildung zu beginnen», sagte Bezirks-Geschäftsführer Alexandre da Silva.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte Mansooris Vorgänger, Tarek Al-Wazir (Grüne), den «kostenlosen Meisterbrief» angekündigt. Im Rahmen des Sofort-Programms «11+1 für Hessen» der schwarz-roten Landesregierung soll das Projekt nun realisiert werden.

Die oppositionellen Grünen übten Kritik. «Wir würden einen völlig kostenlosen Meisterbrief für Hessen begrüßen - ohne große Vorschüsse, Kostenfreiheit auch für das Meisterstück, damit Fachkräfte aus allen Gewerken und finanziellen Situationen heraus eine faire Perspektive auf den Meisterbrief bekommen», sagte Jürgen Frömmrich, Sprecher für Mittelstand und Handwerk der Grünen-Landtagsfraktion.

© dpa
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