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Herbstzeitlose statt Bärlauch: Bisher keine Hinweise

Bärlauch ist schmackhaft, doch beim Ernten besteht die Gefahr einer Verwechslung, die schlimme Folgen haben kann. Einen Vorfall gab es kürzlich in Poppenhausen - wer dahintersteckt, ist weiter unklar.
Bärlauch-Sammlerin
Eine Frau sammelt im Bad Vilbeler Stradtwald wild wachsende Bärlauchblätter. © Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Nach einer Verzehrwarnung hat die Polizei noch keine Hinweise auf den oder die Unbekannten, die in einem Garten im osthessischen Landkreis Fulda Blätter der giftigen Herbstzeitlose abgeschnitten haben. Die Beamten waren davon ausgegangen, dass die Blätter mit denen des nach Knoblauch riechenden und essbaren Bärlauch verwechselt und möglicherweise zu Hause zubereitet und verzehrt werden könnten, wovor dringend gewarnt worden war. Auch das Giftinformationszentrum der Mainzer Unimedizin wies auf Anfrage auf das Vergiftungsrisiko hin.

Ein besorgter und fachkundiger Bürger hatte Ende vergangener Woche auf den Vorfall aufmerksam gemacht. Es handelt sich um einen Arznei-Kräutergarten, der zu einer Freizeitanlage in Poppenhausen gehört und von Helmut Sapper gepflegt wird, einem Apotheker im Ruhestand. Er hatte die enthaltene Giftmenge anhand der Menge der abgeschnittenen Blätter hochgerechnet und geht davon aus, dass drei bis vier Menschen daran sterben könnten. Die Polizei hatte von mindestens einer Person gesprochen, die im Falle eines Verzehrs durch das Gift zu Tode kommen könnte. In dem Arznei-Kräutergarten wachse tatsächlich auch Bärlauch, sagte Sapper, aber einige Meter von den Herbstzeitlosen entfernt.

Eine Polizeisprecherin erklärte, im besten Fall habe der oder die Betroffene die Warnmeldung bereits gelesen und von einem Verzehr abgesehen. Nach wie vor bitte die Polizei aber Bürgerinnen und Bürger, die Hinweise zu dem Vorfall geben können, sich an das Polizeipräsidium Osthessen wenden.

Bei dem für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland zuständigen Giftinformationszentrum der Universitätsmedizin Mainz hieß es, falls der Verdacht auf eine Einnahme von Herbstzeitlosen oder den ebenfalls leicht mit dem Bärlauch zu verwechselnden Maiglöckchen bestehe, sollte sofort eine Pflanzenbestimmung durchgeführt werden. Dabei gelte: «Die Menge macht das Gift». Würden etwa Maiglöckchen in kleiner Menge versehentlich eingenommen, träten lediglich Magen-Darm-Beschwerden auf, in größeren Mengen könnten Betroffene jedoch bedrohliche bis lebensgefährliche Herz-Rhythmusstörungen erleiden.

Die Herbstzeitlose sei noch deutlich gefährlicher, so die Experten: Erst nach zwei bis zwölf Stunden könnten sich hier Symptome wie Brennen und Taubheitsgefühl im Mund und Schluckbeschwerden bemerkbar machen und im weiteren Verlauf massive Kreislaufstörungen. Schließlich könne es zu einem Multiorganversagen bis hin zum Tod kommen. Betroffene sollten nicht auf Symptome warten, sondern kurzfristig ein Giftinformationszentrum (GIZ) zur Risikobeurteilung einschalten beziehungsweise einen Notruf kontaktieren, falls die GIZ-Experten nicht erreichbar sind.

© dpa
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