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Noch keine Asiatische Hornisse in Hamburg gesichtet

Die Asiatische Hornisse ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Auch in Hamburg ist sie schon angekommen. Bislang wurden nur eine Handvoll Nester gefunden - und die Königinnen am Weiterflug gehindert.
Asiatisches Hornissennest in Hamburg gefunden
Eine Asiatische Hornisse (Vespa Velutina Nigrithorax). © Axel Heimken/dpa

Die Asiatische Hornisse ist auch im Norden angekommen und wird immer wieder von aufmerksamen Menschen beobachtet - und dann auch gemeldet.

Im vergangenen Jahr waren im Herbst in den Hamburger Stadtteilen Fuhlsbüttel, Ottensen und Dradenau Exemplare dieser Art gesichtet worden. «An allen drei Standorten konnten die Nester kurz nach den Meldungen im Auftrag der Umweltbehörde mithilfe der Radiotelemetrie sowie der visuellen Suche gefunden werden», sagte eine Sprecherin der Umweltbehörde der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Die Nester werden gesucht, damit eine Vermehrung der Tiere verhindert werden kann. Das habe in alle drei Fällen funktioniert: «Die Nester wurden vor dem Ausfliegen der neuen Generation Königinnen entfernt», sagte die Sprecherin weiter.

Weil die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) nicht in Mitteleuropa zu Hause ist, muss sie von den Behörden gemeldet und bekämpft werden. Sie steht auf der EU-Liste der invasiven Arten. Damit sollen die heimische Tier- und Pflanzenwelt geschützt werden.

Das Tier kommt derzeit vor allem im Südwesten Deutschlands vor. In Hamburg wurde sie 2019 das erste Mal gesichtet. 2020 wurden fünf Nester gemeldet, 2021 waren es zwei, 2022 gab es keine Meldung von herumschwirrenden Tieren oder deren Nestern - obwohl intensiv gesucht wurde. In diesem Jahr sind in Hamburg noch keine Asiatischen Hornissen gemeldet worden.

Die Fachleute der Behörde schätzen das Vorkommen des Insektes derzeit noch als isoliert ein. Die nächsten Nachweise der Asiatischen Hornisse gebe es erst wieder im südlichen Niedersachsen. Um die Zahlen weiterhin auf niedrigem Niveau halten zu können, soll auch 2024 nach dem Tier Ausschau gehalten und es gegebenenfalls bekämpft werden. Dafür arbeiten die Behörden auch mit dem Imkerverband Hamburg zusammen.

Es sei mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass nicht alle Nester erwischt wurden, sagte Edda Gebel, Vorsitzende des Imkerverbandes Hamburg, der dpa. Das liege auch daran, dass die großen Nester oft in mehr als zehn Metern Höhe hängen und in den voll belaubten Bäumen schwer zu erkennen sind. Für den 16. Juni hat der Imkerverband eine Infoveranstaltung für Interessierte geplant. «Wir hoffen, dass wir viele Menschen mit diesen Informationen erreichen, damit sie die Tiere möglichst sicher bestimmen und Nestbeobachtungen melden können.»

Die Hornisse ist im südlichen China zu Hause und gelangte vermutlich über den Transport von Waren nach Europa. Im Jahr 2004 trat sie in Frankreich das erste Mal auf, 2014 in Deutschland.

Die Asiatische Hornisse frisst auch Wespen, Hummeln oder Wildbienen. Zu ihrer Nahrung gehören ebenso Birnen, Äpfel oder Trauben. Menschen müssen keine zusätzliche Angst vor den Tieren haben. Experten zufolge ist sie nicht gefährlicher oder aggressiver als die hier heimische Hornisse.

© dpa ⁄ Christiane Bosch, dpa
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