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Mann filmt Brandopfer und stellt Video online: Verwarnung

Vor zehn Monaten brannte ein Mehrfamilienhaus in Flensburg. Es gab Tote und Verletzte. Ein Mann, der Brandopfer gefilmt und das Video veröffentlicht hat, musste sich dafür vor Gericht verantworten.
Brand in Flensburg
Die Feuerwehr ist bei einem Brand in der Flensburger Neustadt im Einsatz. © Axel Heimken/dpa

Für die Online-Veröffentlichung von Videoaufnahmen mit verzweifelten Opfern, die sich aus Fenstern eines brennenden Mehrfamilienhauses retten, ist ein Mann vom Amtsgericht Flensburg verwarnt worden. Eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 20 Euro bleibe vorbehalten, sagte der Richter am Montag. Der Bewährungszeitraum beträgt zwei Jahre. Wenn der heute 35 Jahre alte Angeklagte in dieser Zeit nicht straffällig wird, muss er die Strafe nicht zahlen. Mit dem Erstellen und dem Hochladen des Videos habe der Angeklagte höchstpersönliche Lebensbereiche und Persönlichkeitsrechte verletzt und Menschen in Todesangst und Hilflosigkeit gezeigt.

Der Richter glaubte dem Angeklagten, der ohne Anwalt erschienen war, dass er eigentlich nur habe helfen wollen. Auch dessen Entschuldigung, das Geständnis sowie die Tatsache, dass der Mann das Video schnell wieder gelöscht hatte, wirkte sich den Angaben zufolge strafmildernd aus.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 20 Euro gefordert. Sie ging davon aus, dass der Mann das Video nur versehentlich aus einer Social-Media-Plattform heraus gefilmt und hochgeladen hat, anstatt es wie geplant extern zu speichern und im Anschluss an ein Krankenhaus weiterzuleiten, um Hilfe zu holen.

Bei dem Feuer vor zehn Monaten in Flensburg waren ein vierjähriger Junge und seine 70 Jahre alte Großmutter gestorben. Mehrere Menschen wurden verletzt. Einige von ihnen brachten sich unter dramatischen Umständen vor dem Feuer in Sicherheit. Einige dieser Szenen hat der Mann gefilmt und online gestellt. Das Video zeigt den Angaben zufolge unter anderem eine Frau, die zwei Kinder vom Dachgeschoss in einen ausgepolsterten Müllcontainer hat fallen lassen und anschließend selbst in den Müllcontainer gesprungen ist. Dabei habe sie sich schwere Verletzungen zugezogen.

© dpa
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