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Bloß kein Déjà-vu bei FC St. Pauli: Aufstieg mit Konstanz

Neu ist die Situation für den FC St. Pauli nicht: Von einem Aufstiegsplatz geht der Zweitligist in die Rückrunde. Damit es mit dem Aufstieg klappt, setzt Trainer Fabian Hürzeler auf mehr Konstanz.
Pauli-Coach Hürzeler
Fabian Hürzeler vor einem Spiel im Millerntor-Stadion. © Christian Charisius/dpa

Vor zwei Jahren ging der FC St. Pauli schon einmal von einem Aufstiegsplatz in die Rückrunde der 2. Fußball-Bundesliga - mit einem kleinen, aber feinen Unterschied, wie Cheftrainer Fabian Hürzeler am Donnerstag anmerkte. «Damals waren wir Erster, jetzt sind wir Zweiter. Das heißt, wir sind nicht die Gejagten, sondern wir müssen jagen», sagte der 30-Jährige vor dem Rückrundenstart am Samstag (13.00 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Kaiserslautern. «Das hört sich banal an. Das ist aber eine andere Denkweise, mit der wir an die Sache herangehen.»

Hürzeler war schon vor zwei Jahren dabei. Damals als Co-Trainer von Timo Schultz (heute Trainer des 1. FC Köln). Nach 17 Spieltagen hatten die Hamburger mit vier Punkten Vorsprung die Tabelle angeführt. Weitere 17 Spieltage später standen sie in der Saison 2021/22 auf dem fünften Tabellenplatz. Die Aufstiegs-Hoffnungen waren dahin. 

Ein halbes Jahr danach beerbte Hürzeler seinen bisherigen Chef und machte in einem Jahr aus einem Abstiegskandidaten ein Top-Team. Die Folge: die Aufstiegs-Hoffnungen leben wieder. Auch wenn die ungeschlagenen Hamburger zwei Punkte hinter Halbzeit-Meister Holstein Kiel liegen. 

Als wichtigste Voraussetzung, um diesmal in die Beletage einzuziehen, nennt Hürzeler Konstanz. «Wir müssen Konstanz in die eigenen Leistungen bringen», sagte er. «Die Leistungen müssen stimmen, dann werden auch die Ergebnisse da sein.»

Er glaube nicht, dass die Ergebnisse so bleiben wie in den vergangenen Spielen, wenn sie weiter so gut spielen und weiter so gut verteidigen. «Das ist theoretisch nicht möglich.» Durch drei Remis vor der Winterpause hat der FC St. Pauli wichtige Punkte und seine Tabellenführung liegen lassen. «Gerade in den letzten Spielen hätten wir mehr holen können, eventuell sogar müssen», sagte Mittelfeldspieler Marcel Hartel, der überragende Pauli-Profi der Hinrunde. 

Personell hat Hürzeler vor dem Spiel gegen den in der Winterpause stark umgebauten 1. FC Kaiserslautern nur wenig Sorgen. Schwer wiegt das Fehlen von Jackson Irvine und dessen australischem Landsmann Connor Metcalfe. Beide sind für ihr Heimatland beim Asien-Cup aktiv. Stürmer Simon Zoller ist weiter im Aufbautraining, Scott Banks arbeitet in der Reha nach seinem Kreuzbandriss. 

Gleich in die Startelf könnte Aljoscha Kemlein rücken. Der 19 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler ist ein Kandidat als Irvine-Ersatz. Kemlein ist von Union Berlin bis zum Saisonende ausgeliehen worden.

Doch geht der FC St. Pauli auch mit offenen Personalfragen in die zweite Saisonhälfte - und das war schon vor zwei Jahren ein großes Problem. Außer bei Schlüsselspielern wie Hartel oder Torwart Nikola Vasilj läuft auch bei Hürzeler zum Saisonende der Vertrag aus. Dass diese ungeklärten Fragen sich auf die sportliche Leistung auswirken, glaubt der Trainer nicht. 

«Ich lass' mich von der Thematik überhaupt nicht beeinflussen, weil mein Fokus auf dem Moment liegt, auf der Mannschaft, auf den Erfolg, auf das nächste Spiel», sagte er. Ebenso betonte er: «Ich und auch der Verein und die Verantwortlichen wollen möglichst schnell Klarheit in die Thematik.»

Bis zur Klärung will er sich auf seine Arbeit konzentrieren. «Was kann ich beeinflussen, ist die Frage?», meinte Hürzeler. «Und das, was ich beeinflussen kann, ist, die Mannschaft gemeinsam mit meinem Trainerteam auf den nächsten Gegner vorzubereiten.» 

Natürlich sei die Zukunftsfrage ein Thema, «was abgearbeitet werden muss», sagte der Trainer-Aufsteiger. Doch der Fokus liege jetzt auf dem nächsten Gegner. «Aus den Gesprächen mit den Spielern, auch mit den Führungsspielern, höre ich auch heraus, dass für sie die ähnliche Denkweise gilt.»  

Hartel hatte am Dienstag in einer Medienrunde gemeint, unbedingt in der Bundesliga spielen zu wollen. «Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir im offenen Austausch bleiben und Anfang April die Gespräche wieder aufnehmen, um dann zu sehen, wo die Reise hingeht», sagte der 27-Jährige. Niemand beim FC St. Pauli hätte etwas dagegen, wenn er sich seinen Traum beim Kiezclub erfüllen könnte.  

© dpa ⁄ Claas Hennig, dpa
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