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Zeschmann bleibt fleißigster Vielredner im Landtag

Der Abgeordnete Philip Zeschmann ist im vergangenen Jahr überraschend von den Freien Wählern zur AfD-Fraktion gewechselt. In der Landtagsstatistik liegt er in einer bestimmten Kategorie weiter vorn.
Landtagsabgeordneter Philip Zeschmann
Philip Zeschmann (AfD) spricht während einer Pressekonferenz der AfD im Brandenburger Landtag. © Soeren Stache/dpa

Der Abgeordnete Philip Zeschmann bleibt im Brandenburger Landtag der fleißigste Redner. Der frühere Politiker der Freie-Wähler-Fraktion, der im November vergangenen Jahres überraschend zur AfD-Fraktion gewechselt war, kommt nach der Statistik der Landtagsverwaltung auf 409 Redebeiträge seit Beginn der Wahlperiode 2019 bis Ende 2023.

Auf dem zweiten Platz landet wieder sein früherer Fraktionschef Péter Vida mit 299 Reden. Nach Zeschmanns Ausscheiden musste sich die Fraktion auflösen, sie ist seitdem eine Gruppe und Vida ihr Sprecher. Auf dem dritten Platz der Vielredner bleibt Linksfraktionschef Sebastian Walter mit inzwischen 289 Beiträgen.

Die wenigsten Reden im Parlament hielt bisher der AfD-Abgeordnete Rolf-Peter Hooge mit 7 Reden seit Beginn der Legislaturperiode. Auch im vergangenen Jahr hielt er keine Rede im Landtag. Vergleichsweise selten ergriffen auch die SPD-Abgeordneten Harald Pohle und Hardy Lux das Wort, die auf je 15 Reden kamen, sowie der SPD-Politiker Udo Wernitz mit 14 Beiträgen.

Die Angaben beziehen sich auf die Abgeordneten, die seit der Konstituierung des Landtags im September 2019 Mandatsträger im Landtag und nicht Mitglieder der Landesregierung oder des Landtagspräsidiums waren. Ministerpräsident Dietmar Woidke und Finanzministerin Katrin Lange (beide SPD) hielten zum Beispiel keine Reden als Abgeordnete. Auch Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke trat ebenfalls nicht ans Rednerpult. Vizepräsidentin Barbara Richstein kam als CDU-Abgeordnete auf 52 Reden, Vizepräsident Andreas Galau für die AfD-Fraktion auf 36.

Seit Beginn der Wahlperiode kamen im Landtag 170 Gesetzentwürfe zusammen, von denen bis Ende vergangenen Jahres 110 verabschiedet wurden. Die meisten Entwürfe reichte die Landesregierung ein.

Der Landtagsausschuss mit der längsten Redezeit in der Statistik ist der Innenausschuss: Genau 17.591 Minuten tagte er seit dem Start der Legislaturperiode, das sind mehr als 293 Stunden. Dahinter folgt der Sozialausschuss mit 16.108 Minuten oder gut 268 Stunden. Der Ausschuss für Haushaltskontrolle kam dagegen auf 2534 Minuten oder 42 Stunden.

© dpa
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