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Proteste gegen Tesla: Schneider sieht Erklärbedarf

In den Krisenjahren nach der deutschen Vereinigung hofften Ostdeutsche vor allem auf Arbeitsplätze. Doch er nehme eine Veränderung wahr, sagt der Ostbeauftragte Carsten Schneider.
Ostbeauftragter Carsten Schneider
Carsten Schneider (l-r, SPD), Ostbeauftragter der Bundesregierung, spricht. © Jan Woitas/dpa/Archivbild

Mit Blick auf Widerstand gegen Großfabriken wie Tesla in Brandenburg rät der Ostbeauftragte Carsten Schneider den Unternehmen, bei den Menschen am Ort für sich zu werben. Denn aus Schneiders Sicht sind Industrieansiedlungen auch in Ostdeutschland kein Selbstläufer mehr. «Ich nehme da in Ostdeutschland eine Veränderung wahr», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Früher wurde praktisch jedes Großprojekt begrüßt, solange es nur Arbeitsplätze brachte. Jetzt gibt es vereinzelt auch mal Widerstände. Das muss man bei der Planung künftig mitdenken.»

Erweiterungspläne des US-Elektroautobauers Tesla waren bei einem Bürgerentscheid in der betroffenen Gemeinde Grünheide vor einigen Tagen mehrheitlich abgelehnt worden. Am Donnerstag besetzten dann etwa 80 Umweltaktivisten der Initiative «Tesla stoppen» ein Waldstück in der Nähe der Autofabrik.

Schneider sagte, Vorbehalte seien ihm auch bei anderen Projekten bekannt, darunter sei eine Batterie-Recyclingfabrik in Thüringen. «Für Unternehmen, die attraktiv sein wollen, wird es ein entscheidender Faktor sein, die Menschen mitzunehmen und die eigenen Vorhaben gut zu erklären», sagte Schneider. Bei der geplanten Chipfabrik des US-Herstellers Intel in Magdeburg funktioniere das zum Beispiel.

Die ganze Region habe ja auch etwas von einem solchen Projekt, meinte der Ostbeauftragte: «Die Menschen dort werden sehr gut bezahlte Jobs haben. Ihre Söhne und Töchter werden nicht aus der Gegend wegziehen müssen, um einen attraktiven, gut bezahlten Job zu finden. Ostdeutschland wird in der Mikroelektronik international ganz vorne mitspielen. Es werden auch Arbeitskräfte von außen kommen. Und die Gemeinden werden natürlich von den Steuereinnahmen profitieren.»

© dpa
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