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Ministerin: Jugendweihe «unwiederholbare Erfahrung»

Ende der Kindheit, Start ins Erwachsenenleben: Die Jugendweihe eröffne eine Welt mit Chancen und Freiheiten, sagt Manja Schüle. Eine DDR-Erfindung ist das Ritual nicht.
Jugendweihefeier
Die Urkunden zur «Jugendweihe» liegt bei einer Jugendweihefeier auf der Bühne. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle hat die Bedeutung der Jugendweihe hervorgehoben. Diese gehöre «zu den wunderbar unwiederholbaren Erfahrungen im Leben», sagte die SPD-Politikerin am Samstag in Potsdam. Das Ritual eröffne eine Welt mit Chancen und Freiheiten. «Mit der Jugendweihe gehen die jungen Menschen einen wichtigen Schritt in Richtung Eigenverantwortung - und lernen, ihre Zukunft selbst zu gestalten, ihren Idealen und Träumen so nahe wie möglich zu kommen.»

In Berlin und Brandenburg haben sich in diesem Jahr etwa 3400 Jugendliche zur Jugendweihe angemeldet, wie der Verein Jugendweihe Berlin/Brandenburg vor einigen Wochen erklärte. Das sind in etwa so viele wie in den vergangenen Jahren, aber nur etwa halb so viel wie zu Beginn der 1990er Jahre.

Mit der Feier beschließen die Mädchen und Jungen rund um das 14. Lebensjahr symbolisch ihre Kindheit. In der DDR war die Jugendweihe fast ein Pflichtprogramm für Achtklässler und ideologisch aufgeladen. Die Jugendweihe ist aber kein DDR-Produkt, wie die Pädagogin Julia Prescher dem Sender rbb24 sagte. «Die Geschichte von Jugendweihe, Jugendfeier oder Lebenswendefeier ist recht komplex», sagte sie. «Die ersten Jugendweihen haben weit vor der Weimarer Republik stattgefunden.»

Was Jugendliche heute an dem Ritual reize, seien nicht nur die erwarteten Geldgeschenke von oft mehreren Hundert Euro, sagte Prescher. Es gehe nicht nur um das Erwachsenwerden im Sinne von Verantwortung oder der baldigen Berufswahl. Wichtig sei auch der «jugendkulturelle Kern», sagte sie. «Der ist sehr attraktiv für Jugendliche. Denn da geht es vor allen Dingen um die Peer-Group und das gemeinsame Erleben des Reiferwerdens. Die Geschenke sind da gar nicht vorrangig.»

© dpa
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