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Kontroverse um Radioaktivität in Oranienburg

Wegen seiner Rüstungsbetriebe war Oranienburg im Zweiten Weltkrieg Ziel alliierter Bomberverbände. Dabei wurden auch zwei Werke zerstört, die mit radioaktiven Materialien arbeiteten.
Absperrung
Ein Schild warnt vor «Kampfmittelräumarbeiten» in Oranienburg. © Soeren Stache/dpa/Archivbild

Radioaktive Altlasten und ihre Folgen in Oranienburg (Oberhavel) beschäftigen die Brandenburger Landesregierung. Das Verbraucherministerium widersprach Angaben der CDU-Landtagsabgeordneten Nicole Walter-Mundt, wonach radioaktive Altlasten zu erheblichen Mehrkosten bei Baumaßnahmen und Flächenausschlüssen geführt haben. Dies teilte das Verbraucherministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der CDU-Abgeordneten mit.

In Oranienburg waren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges neben wichtigen Rüstungsbetrieben auch zwei Werke angesiedelt, in denen natürlich vorkommende radioaktive Materialien wie Monazitsande zu Produktions- und Forschungszwecken verarbeitet wurden. Durch großflächige Bombardierungen durch die Alliierten vor allem im März 1945 und die Zerstörung der Produktionsanlagen gelangten radioaktive Materialien in die Umwelt und verbreiteten sich im Stadtgebiet.

Seit 1991 sucht das Brandenburger Landesamt für Arbeits- und Verbraucherschutz sowie Gesundheit Verdachtsflächen nach radioaktiven Rückständen ab. In der Stadt ist laut Ministerium auch eine Messstelle der beiden Landeslabore Berlin-Brandenburg installiert. In dem Standort seien fünf Mitarbeiter dauerhaft damit beschäftigt, die Umweltradioaktivität zu bestimmen.

Die CDU-Abgeordnete hatte in ihrer Anfrage erklärt, die Bodenkontaminationen seien zum Beispiel beim Bau von Kindertagesstätten und Schulen ein «erhebliches Entwicklungshemmnis». Auch die Kampfmittelsuche in Oranienburg werde «nicht selten durch kontaminierten Bodenaushub oder Maßnahmen zur Vermeidung einer radioaktiven Kontaminierung des Grundwassers begleitet». Dies führe ebenfalls zu «erheblichen Mehrkosten».

Nach Darstellung des Verbraucherministeriums gibt es in Oranienburg keine Flächen, deren Nutzung wegen einer Kontamination mit radioaktiven Stoffen prinzipiell ausgeschlossen ist. Zudem verringerten sich die verseuchten Flächen laufend, da der Boden nach entsprechenden Funden ausgetauscht werde.

© dpa
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